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Ulm nur ein Ausbildungsverein? Hartenstein macht Ansage

kicker

Spätestens seit seiner Zeit bei den New York Knicks ist Isaiah Hartenstein der Durchbruch in der NBA gelungen. Im vergangenen Sommer unterschrieb er den zwischenzeitlich größten Vertrag eines deutschen Sportlers jemals, in diesem Sommer krönte er die Saison mit dem NBA-Titel. Doch Hartensteins Weg war lange nicht so linear, wie er auf den ersten Blick anmuten lässt.

Anstatt den Sprung auf ein US-College zu wagen - wie inzwischen üblich - entschied sich der heute 27-Jährige zu seinem Karrierebeginn dafür, Erfahrung zunächst im Männerbasketball zu sammeln. Für Hartenstein ein Erfolg. den er nun auch mehr deutschen Talenten zugänglich machen will. "Ulm macht den besten Job in Deutschland und auch Europa, Jugendspieler zu entwickeln und in die NBA zu verhelfen", erklärte er seinen Einstieg als Investor bei ratiopharm Ulm. Grund dafür seien auch die Bedingungen, die in Ulm vorherrschen. Man befinde sich hier "auf gleichem Niveau wie in der NBA. Das habe ich in Europa nicht so oft gesehen."

Dabei nutzt Hartenstein auch die Gelegenheit, um die Werbetrommel für das Ulmer Programm zu rühren. "Ich glaube, auf dem College werden besonders europäische Spieler manchmal nach hinten geschubst und müssen sich etwas mehr beweisen." Demgegenüber könnten Talente in Ulm schon früh im Herrenbereich zum Zug kommen: "Wir haben die erste und die zweite Mannschaft, das ist immer etwas Besonderes."

Hartenstein über Nationalmannschaft: "Möchte mehr tun"

Die vielen nationalen Erfolge Ulms der letzten Jahre seien laut Hartenstein gegenüber der Talententwicklung nur zweitrangig. "Wir wollen so hoch wie möglich spielen und müssen unsere Spiele gewinnen", sagte er einerseits und stellte klar: "Aber der erste Rang ist: Wie kann man diese Spieler weiterentwickeln? Wie kann man versuchen, deren Träume umzusetzen?"

Einen eigenen Traum musste Hartenstein indes kürzlich aufschieben. Aufgrund eines andauernden Leidens an der Achillessehne wird der Center nicht mit Deutschland an der bevorstehenden Europameisterschaft teilnehmen können. "Wir haben nach der Saison all die Physical Tests gemacht und da wurde klar, dass es einfach zu riskant ist, mitzuspielen." In den vergangenen Jahren war seine Vertragssituation in der NBA zudem stets unklar, weshalb er kein Risiko eingehen wollte. Nun sei das anders: "Ich bin jetzt in der Lage, zu spielen und möchte da auf jeden Fall mehr tun."

Trotz seines Fehlens bestätigte Hartenstein, mit den Kollegen aus der Nationalmannschaft in Kontakt zu stehen. Für das EM-Turnier ist er zuversichtlich: "Ich glaube, sie haben immer eine gute Chance, da sie tief besetzt und ein richtig gutes Team sind. Ich hoffe auf jeden Fall auf Gold."

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