22 Minuten stand Westbrook in Spiel 7 der Conference Semifinals mit den Denver Nuggets bei den OKC Thunder auf dem Feld, vielleicht kommen so schnell keine neuen NBA-Minuten dazu. Der 36-Jährige ist weiterhin ohne neuen Vertrag, obwohl er 2024/25 für die Nuggets durchschnittlich 13,3 Punkte, 4,9 Rebounds sowie 6,1 Assists auflegte.
Das sind grundsolide Werte, vor allem für ein Team, welches im Vorjahr dringend Produktion von der Bank brauchte. Natürlich war nicht alles Gold, was glänzte, doch so war es mit Westbrook immer. Man bekommt Gutes, muss aber auch die klaren Schwachstellen akzeptieren. In Denver soll es gemischte Gefühle gegeben haben, letztlich war es aber Westbrook selbst, der seine Spieler-Option über 3,5 Millionen Dollar nicht zog.
"Er ist viel zu gut, um nicht in der NBA zu sein"
Ein Fehler? Für den Moment scheint es so. Der Flirt mit den New York Knicks führte zu nichts, diese holten lieber Malcolm Brogdon. Die andere logische Adresse schien Sacramento, doch auch aus dieser Ecke war schon länger nichts mehr zu hören. Geld ist kaum noch da, Kaderplätze sind ebenfalls rar gesät, sodass vieles dafür spricht, dass sich Westbrook verzockt hat.
Denn trotz allem ist der MVP von 2017 auch mit fast 37 Jahren jemand, der selbst Playoff-Teams (vor allem während der Regular Season) helfen kann. "Es ist verrückt, dass er noch keinen Vertrag hat, weil er viel zu gut ist, um nicht in der NBA zu sein", ziterte Sam Amick (The Athletic) zuletzt einen anonymen Mitarbeiter der Nuggets.
Selbst Kevin Durant, mit dem Westbrook seit KDs Abschied aus Oklahoma City nicht die beste Beziehung hatte, setzte sich kürzlich für den Guard ein: „Russ ist eine Legende. Er sollte einen neuen NBA-Vertrag bekommen und er hat es verdient, die NBA unter seinen Bedingungen zu verlassen."
China und Europa klopfen an
Gleichzeitig gibt es nicht nur die NBA. Im Sommer gab es Gerüchte um EuroLeague-Newcomer Hapoel Tel Aviv, auch ein lukratives Engagement in China wurde ins Spiel gebracht.
Und in der NBA? Da stünde aller Voraussicht nach maximal ein Minimalvertrag im Raum. Die Milwaukee Bucks könnten noch einen Spielmacher gebrauchen, gleiches gilt für Durants Team, die Houston Rockets, bei denen sich Starter Fred VanVleet schwer verletzte.
Das sind alles Gedankenspiele. Stand jetzt bleibt es bei 17 NBA-Jahren für Westbrook, der in dieser Zeit für sechs verschiedene Teams spielte (OKC, Houston, Washington, Lakers, Clippers, Nuggets) und dabei durchschnittlich 21,2 Punkte, 7,0 Rebounds und 8,0 Assists auflegte.
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