Vierthöchster Vertikalsprung beim Combine
Edgecombe wurde schon in der Highschool als Top-Talent gehandelt. Für seine kurze, aber eindrucksvolle College-Karriere zog es ihn nach Texas an die Baylor University - ein Programm, das für athletisch geprägte Spieler und ein physisch-defensives Spielsystem bekannt ist. Der Hype um den 19-jährigen Edgecombe ist seither nicht abgeklungen.
Mit 1,93 m Körpergröße, 88 kg Kampfgewicht und außergewöhnlicher Athletik gehört Edgecombe zu den physisch am weitesten entwickelten Guards seines Jahrgangs. Der Youngster von den Bahamas bringt nicht nur Erfahrung aus dem College mit, sondern auch von internationalen Einsätzen im Nationalteam, wo er im Sommer durchschnittlich 16 Punkte, fünf Rebounds und vier Assists bei starken Quoten auflegte. Besonders beeindruckend ist seine Explosivität: Edgecombe kombiniert einen blitzschnellen ersten Schritt mit lateraler Beweglichkeit und vertikaler Power - Attribute, die ihn sowohl in der Transition als auch als Verteidiger brandgefährlich machen. Dazu kommt ein solider Wurf von außen und ein hohes Maß an Spielintelligenz, das ihn auch abseits des Balls konstant produktiv macht.
Was ihn als Draft-Pick - neben seinem enormen Potenzial - so wertvoll macht, ist sein Motor. Edgecombe spielt mit unermüdlicher Energie auf beiden Seiten des Courts und überzeugt mit defensiver Präsenz. Als einer von nur zwei Freshmen, die in dieser Saison im Schnitt über zwei Steals pro Spiel verzeichneten, bringt er das Potenzial mit, ein echter Two-Way-Spieler zu werden. Seine starke Antizipation, das Gespür für Passwege und sogar seine Rim-Protection (20 Blocks in 33 Spielen) machen ihn zu einem der besten Perimeter-Defender im Draft. Offensiv profitiert er derzeit noch stark von seiner Physis und zieht viele Freiwürfe, doch auch sein Spiel ohne Ball und die Fähigkeit, als sekundärer Playmaker zu agieren, machen ihn zu einem attraktiven NBA-Talent.
Edgecombe zwischen Rohdiamant und NBA-Reife
Trotzdem ist Edgecombe noch ziemlich roh. Vor allem im Bereich Shot Creation muss er zulegen: Seine Isolation-Moves sind limitiert, sein Ballhandling teils unsauber, und bei Pull-up-Würfen fehlt es an Balance und Kontrolle. Oft verlässt er sich auf seine Athletik, wo Technik gefragt wäre - ein Schwachpunkt, der in der NBA schnell bestraft wird. Doch Edgecombe hat sich schon mehrfach als schneller Lerner bewiesen: Nach einem schwachen Saisonstart explodierte er förmlich gegen Kansas State (30 Punkte) und spielte sich mit mehreren überzeugenden Auftritten zurück in die Top-5-Projektionen. Sollte er sein Spiel weiter verfeinern, zählt er definitiv zu den "can’t miss"-Talenten in diesem Jahrgang.
NBA Draft Combine Messwerte
Spielervergleich: Victor Oladipo, Dwyane Wade
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