Guard spielt starkes Final Four
Der 29-Jährige legte während des Final Fours durchschnittlich 15,5 Punkte auf, nachdem es während der regulären Saison nur knapp über sechs waren. Der ehemalige Bamberger zog sich im November eine Fraktur in der linken Hand zu und fehlte den Türken mehrere Monate. Hätte der Guard im Final Four gefehlt, hätte Fenerbahce womöglich nicht gewonnen.
Schon im Halbfinale spielte Hall eine wichtige Rolle, indem er MVP Kendrick Nunn entnervte und selbst 18 Zähler zum Sieg beisteuerte. Auch im Finale stand Hall dann 27 Minuten auf dem Feld, erzielte 13 Punkte und ließ es zum Ende der ersten Halbzeit mit einem Dunk ordentlich krachen.
Es gab durchaus Argumente, dass Hall den MVP-Award über die beiden Spiele verdient hätte, geärgert hat es den Guard nicht. "Das ist mir völlig egal. Wir haben schließlich alle gemeinsam diese Trophäe gewonnen. Dafür spielst du Basketball und ich bin glücklich, dass wir es als Team geschafft haben."
Seine Karriere in Europa hatte Hall 2020/21 in Bamberg begonnen, wo er nach nur einer starken Spielzeit direkt in die EuroLeague zu Armani Mailand wechselte. Dort verbrachte der Guard drei Jahre und war stets ein wichtiger Rotationsspieler. Die Krönung folgte nun aber mit Fenerbahce.
"Wir haben allen Widerständen getrotzt. Jeder hatte Vertrauen in den anderen, egal wie viel er zuvor gespielt hatte." Für Fenerbahce ist es nach 2017 der zweite Triumph in der EuroLeague, während die AS Monaco nach ihrer ersten Finalteilnahme weiter auf den großen Wurf warten muss.