Es war mit Sicherheit nicht das beste Spiel von Dennis Schröder im Jersey mit dem Adler auf der Brust, am Ende war der 31-Jährige aber wieder zur Stelle, als er acht Sekunden vor dem Ende der Verlängerung einen schweren Korbleger über die ausgestreckten Arme von Juancho Hernangomez zum 106:105-Sieg traf.
Mit 24 Punkten (10/22 FG, 2/9 Dreier), fünf Rebounds und zehn Assists stand da neben dem Gamewinner zwar ein Double-Double, dazu gesellten sich aber auch sieben Turnover, ein technisches Foul sowie teilweise Frust über Abstimmungsprobleme und ausgebliebene Pfiffe. Am Ende war der Ball dann aber doch in seinen Händen und der Kapitän lieferte dann doch ab.
Schröder lobt Spanien
"Die Spanier sind sehr stark und haben einen guten Coach, der viele verschiedene Defenses gegen uns spielt", bilanzierte der Guard der Sacramento Kings. "Es war ein sehr geiles Spiel. Die ganzen Unterbrechungen waren natürlich nicht gut für das Spiel und den Basketball, aber am Ende haben wir gewonnen."
Mehrfach sah es so aus, als ob Deutschland davonziehen würde, doch auch eine Zehn-Punkte-Führung im Schlussabschnitt war nicht sicher. Europameister Spanien, die womöglich nicht mehr das Niveau von vor drei Jahren haben, ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Deutschland genehmigte 14 Offensiv-Rebounds, dazu standen zu oft Schützen an der Dreierlinie frei. "105 zugelassene Punkte sind zwar viel zu viel, da müssen wir besser werden", befand auch Schröder.
Schröder sieht Mängel in der Verteidigung
In Halbzeit eins konnten die Iberer das nur selten bestrafen, nach dem Wechsel war dann vor allem Dario Brizuela Nutznießer. Bei Deutschland ging dagegen erneut nicht viel von draußen, erst in der Verlängerung versenkten Andi Obst und Isaac Bonga wichtige Dreier, die Deutschland (zeitweise dann ohne Schröder) auf die Siegerstraße brachten.
Coach Alex Mumbru sah zumindest in den ersten 20 Minuten gute Ansätze in der Defense. "In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt, in der zweiten Halbzeit war es ein kleines Up-and-Down", befand der Katalane. "Wir haben mit einer guten Geschwindigkeit gespielt, mit der wir einfache Punkte generieren konnten."
Am Samstag treffen sich beide Mannschaften wieder, ab 19 Uhr sind dann die Spanier zu Gast in Köln für den letzten Test vor der Europameisterschaft. Am Mittwoch wird es dann im finnischen Tampere ernst, wenn Deutschland im ersten Gruppenspiel auf Montenegro trifft.