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Wie lange spielen die Warriors dieses Spiel noch mit?

kicker

In knapp zwei Wochen wird es rund um die NBA wieder Ernst. Mit dem ersten Spiel der Preseason beginnt auch der Countdown bis zum Saisonstart am 22. Oktober. Die meisten Teams haben ihre Kaderplanungen zum aktuellen Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Das Trainingscamp steht schließlich kurz bevor.

Nicht so bei den Golden State Warriors. Das Team, das auch in der kommenden Saison nochmal um den Titel mitspielen will, verfügt - Stand jetzt - über nicht mehr als neun Spieler. Sechs Plätze sind genau ein Monat vor Beginn der neuen Spielzeit noch zu vergeben. In Zahlen heißt das: den Warriors fehlen momentan 40 Prozent der erlaubten Kaderstärke.

Grund dafür ist das Hickhack um Jungstar Jonathan Kuminga. In diesem Sommer ist der vierjährige Rookievertrag des Forwards ausgelaufen, nachdem ihn die Warriors 2021 an siebter Stelle gedraftet hatten. Seither können sich beide Partien partout nicht auf ein neues Arbeitspapier einigen.

Golden State agiert bislang zurückhaltend, will und kann nicht All-In gehen. Das ist nur allzu verständlich. Zwar wird beim Zusehen von Kuminga sofort klar, dass der junge Kongolese über gleichwohl enorme Athletik wie basketballerisches Potenzial verfügt, jedoch ist seine Lernkurve über die ersten vier NBA-Jahre nicht so steil, wie erhofft. Noch immer enttäuscht der 22-Jährige zu häufig mit schlechter Entscheidungsfindung und fehlender defensiver Weitsicht.

Kuminga-Berater erhöht Druck auf Golden State

In der zurückliegenden Playoff-Runde gegen die Houston Rockets vertraute Coach Kerr Kuminga erneut nur wenig zu. Letztendlich sah er erst dann richtige Rotationsminuten als Starspieler Jimmy Butler verletzt ausfiel. In der zweiten Runde rückte er dann für den ausgefallenen Routinier in die Startformation, wo er offensiv durchaus zu überzeugen wusste. Mit 18, 30, 23 und 26 Punkten verabschiedete sich der explosive Forward in die Sommerpause.

Diese Leistungen - wohlgemerkt deutlich über seinem Saisonschnitt von 15,3 Punkten in nur 47 Spielen - scheinen Kuminga vom großen Geld träumen zu lassen. Das erste kolportierte Angebot der Warriors über zwei Jahre und 45 Millionen Dollar ließ er abblitzen. Viele Wochen vergingen, in denen - so erzählte es zumindest die Gerüchteküche - keinerlei Kontakt zwischen beiden Parteien bestand.

In der vergangenen Woche sollen die Warriors dann nochmal nachgelegt haben. Rund 75 Millionen Dollar für drei Jahre, inklusive einer Team-Option im letzten Vertragsjahr. Es dauerte nur wenige Tage, da setzte sich Kumingas Agent Aaron Turner in den Podcast The Hoop Collective und erhöhte den Druck auf Golden State: "Er will selbst bestimmen, wohin er geht. Deshalb ist das Qualifying Offer auf jeden Fall realistisch."

Die Offseason der WarriorsAbgänge: Kevon Looney (Pelicans)Zugänge: -Noch offen: Gary Payton II, Jonathan Kuminga (RFA), Pat Spencer (RFA), Kevin Knox, Braxton Key, Trayce Jackson-Davis (TO)

Butler suchte das Gespräch mit Kuminga und Warriors

Übersetzt: Sollten die Warriors ihr Angebot nicht nochmal nachbessern, würde sich Kuminga für das Qualifying Offer über weniger als acht Millionen Dollar entscheiden. Damit wäre er bis zum Sommer 2026 nicht tradebar und könnte das Team anschließend als Unrestricted Free Agent völlig ohne Gegenwert verlassen.

Die Leidtragenden dieser Saga sind aber vor allem die Mitspieler, deren nahe Zukunft weiterhin in Ungewissheit schwebt. Mit Al Horford steht laut diversen NBA-Insidern bereits ein Backup für den abgewanderten Kevon Looney bereit. Darüber hinaus sei man sich auch mit den beiden Guards Gary Payton II. und De'Anthony Melton einig. Sogar eine Vereinigung der Curry-Brüder stand im Raum.

Solange die Causa Kuminga nicht gelöst ist, bleiben all diese Gedankenspiele eben nur solche. Das führte unlängst dazu, dass sich Starspieler Jimmy Butler höchstpersönlich bei den Franchise-Oberen nach den Planungen erkundigt habe soll. Gleichwohl soll es auch zu einem Dreiertreffen mit Draymond Green und eben Jonathan Kuminga gekommen sein, um eine Lösung herbeizuführen - bislang erfolglos.

Der Saisonstart rückt mit jedem Tag näher. Die Unruhe in Golden State dürfte im Gleichschritt steigen. Dabei muss sich General Manager Mike Dunleavy Jr. die Frage gefallen lassen: Wie lange spielen die Warriors dieses Spiel noch mit?

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