Es war ein Rückfall in alte Zeiten für die Magic, die diesen Sommer doch eigentlich ihren Angriff deutlich verstärken wollten. Davon war gegen Chicago wenig zu sehen, vor allem im Halbfeld lief nichts zusammen. Magere 0,59 Punkte pro Play erzielte Orlando, wenn man zu Halbfeld-Basketball gezwungen wurde, das ist ein katastrophaler Wert.
21 ihrer 24 Dreier vergaben die Magic, dazu gesellten sich 20 Ballverluste - so kann man in der NBA nicht gewinnen (98:110). "Mir hat unser Einsatz und unsere Körpersprache überhaupt nicht gefallen", bemängelte Franz Wagner, der auf 17 Punkte kam. "Als Gruppe müssen wir besser werden. Natürlich war nicht alles schlecht, aber wir haben auch nichts getroffen. Das darf aber auch nicht unser Spiel beeinflussen."
Und das war der Punkt. Je länger das Spiel dauerte, desto zögerlicher wurden die Magic. Dreier wurden verweigert, der Ball bewegte sich viel weniger, die Turnover häuften sich. Ein Teufelskreis, was die Bulls sich zunutze machten. Vor allem Paolo Banchero verzettelte sich im vierten Viertel viel zu oft, indem er mit dem Kopf durch die Wand den Weg zum Korb suchte (1/7 FG).
Banchero und Coach Mosley nicht beunruhigt
Chicago ließ Orlandos Schützen stehen, sodass Banchero bei Drives immer zwei Gegenspieler hatte. Doch anstatt den Mitspielern zu vertrauen, suchte er lieber den schweren Abschluss und spielte Chicago so in die Karten. Der Ex-Top-Pick machte sich aber nur wenig Sorgen: "Wir müssen einfach nur besser spielen und unsere Würfe nehmen", war seine kurze Analyse.
Auch Coach Jamahl Mosley war nur bedingt besorgt: "Wenn du nicht triffst, brauchst du Stops und das kostet Kraft. Unsere Jungs verstehen das und wissen, dass es etwas ist, was wir beheben können." Mit Jalen Suggs fehlte zudem der Starter für die Eins, Vertreter Tyus Jones ist dagegen noch gar nicht in Orlando angekommen.
In 58 Minuten über drei Spiele hat der Guard gerade einmal vier Punkte erzielte und sechs Assists gespielt. Der 29-Jährige steht bei 2/13 aus dem Feld, alle sieben Dreier gingen bisher daneben. Das hatte man sich in Orlando anders vorgestellt, gleiches gilt für den Saisonstart von 1-2.
Leichter wird es in der kommenden Woche nicht. Die Magic spielen nun fünfmal in Serie auswärts, die Gegner heißen Philadelphia, Detroit, Charlotte, Washington und erneut Atlanta.
Orlando Magic: Der Spielplan
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