Nur wenige Ausnahmen
In der Nacht auf Sonntag (2 Uhr, MESZ) ist es soweit: Dann werden der ägyptische Topklub Al-Ahly und Inter Mailand die erstmals im neuen Format stattfindende FIFA Klub-Weltmeisterschaft eröffnen.
Doch die Vorfreude scheint sich noch in Grenzen zu halten. Denn das Hard Rock Stadium, in dem das Auftaktspiel über die Bühne gehen wird, ist bei Weitem noch nicht ausverkauft - etliche der 64.767 Plätze der Arena, in der das NFL-Team Miami Dolphins beheimatet ist, drohen leer zu bleiben. Um peinliche Bilder zum Auftakt zu vermeiden, hat der Weltverband nun drastische Maßnahmen beschlossen, um die Karten doch noch unter die Menschen zu bringen.
So sind Tickets für Studentinnen und Studenten des nahe dem Stadion beheimateten Miami Dade College für schlappe 20 Dollars zu haben. Zusätzlich dazu gibt es noch vier Freikarten obendrauf. Regulär kosten die günstigen Tickets nur noch 31 Doller - im Dezember mussten dafür noch 359 Dollar berappt werden.
Auch an anderen der insgesamt elf Spielorte in den USA wird über mangelndes Interesse berichtet, nahezu überall sind auf den offiziellen Portalen noch Tickets zu erhalten - darunter auch welche zu "Ramschpreisen", also soweit unterhalb des ursprünglichen. Die FIFA hatte auf ein dynamisches Preismodell gesetzt. Heißt, je größer die Nachfrage, desto höher der Preis. Real läuft es aber genau umgekehrt - wegen des geringen Interesses fallen die Preise in den Keller.
FCB vs. Boca Publikumsrenner
Ausreißer nach oben gibt es aber, auf einige Spiele ist der Run auf die Tickets groß. So zum Beispiel für die Partie des FC Bayern München gegen den argentinischen Renommierklub Boca Juniors am 21. Juni (3 Uhr, MESZ). Dann wird das Hard Rock Stadium wohl ausverkauft sein.
Für andere Matches werden aber bereits Vorkehrungen getroffen, um unschöne TV-Bilder zu vermeiden - nicht nur mit Freikarten: Im fußballbegeisterten Seattle, einer von zwei Spielorten an der Westküste, werden für das erste Spiel der lokalen Sounders gegen Botafogo Blöcke gesperrt und Fans auf untere Ränge verschoben. Und: Zuschauer, die 100 Dollar für Karten bezahlt haben, die jetzt nur noch 60 Dollar kosten, erhalten eine Teil-Rückerstattung.