17 Spieler brachte Alemannia Aachen mit nach Osnabrück zum ersten Ligaspiel der Saison. Da mit Jan Olschowsky, Elias Bördner und Tom Hendriks gleich drei Torhüter darunter waren, blieben dem neuen Trainer am Tivoli, Benedetto Muzzicato, nur 14 Feldspieler, aus denen er zehn für die Startelf und vier als Ersatz für die Bank aussuchen musste.
Seine Auswahl lieferte beim VfL in weiten Teilen aber eine respektable Leistung ab, vor allem defensiv, sodass an der Bremer Brücke nach dem torlosen Unentschieden der erste Punktgewinn der Saison stand.
"Wir konnten nicht einmal fünfmal wechseln", unterstrich Sasa Strujic nach der Begegnung den Einfluss, den der Personalengpass auf das erste Pflichtspiel der Saison nahm. Zum Ende der Vorbereitung häuften sich bei der Alemannia die Verletzungen, mit dem etatmäßigen Kapitän Mika Hanraths (Muskelbündelriss), Bentley Baxter Bahn (Muskelfaserriss), Kevin Goden (Reha) und Florian Heister (Trainingsrückstand) fielen einige wichtige Stammspieler der Vorsaison aus. Zugleich stockte in den letzten Wochen die Suche nach Neuverpflichtungen, bei Wunschspielern wie etwa Tolcay Cigerci von Energie Cottbus, kam Aachen nicht voran.
"Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Und vor allem auch mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind", sagte Strujic, der Hanraths bis zu dessen Rückkehr als Kapitän vertreten wird, am Mikrofon von MagentaSport. Doch trotz dieser positiven Leistung und des gewonnenen Punktes dürfte die Partie die Sorgenfalten auf der Stirn vieler Alemannia-Fans vergrößert haben, da Neuzugang Jeremias Lorch (aus Sandhausen) und Lamar Yarbrough in Osnabrück angeschlagen ausgewechselt werden mussten.
Keine längere Ausfallzeit bei Lorch und Yarbrough befürchtet
"Ich hoffe, dass sie nächste Woche auf jeden Fall auch wieder dabei sein werden", zeigte sich Strujic positiv gestimmt, dass beide Defensivspieler nicht länger ausfallen werden. Auch Trainer Muzzicato gab sich optimistisch, dass seine Akteure kommenden Samstag am zweiten Spieltag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II (14 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder einsatzfähig sind.
Dennoch benötigt der Trainer, der seiner Mannschaft für ihren Einsatz beim VfL ein "ganz großes Kompliment" ausstellte, weitere Neuzugänge - und betonte, dass man alles andere als untätig sei. "Wir sind am Machen", erklärte der 46-Jährige, auch wenn er "nichts versprechen" könne. Der neue Sportdirektor Rachid Azzouzi und Kaderplaner Erdal Celik würden "auf die Tube drücken, damit das eben auch rechtzeitig geschieht".
Muzzicato hofft, den "ein oder anderen Spieler" mehr zeitnah im Team zu haben - damit er nicht nur im Vorfeld der Spiele mehr Auswahl bei der Erstellung der ersten Elf hat und während der Partie auch alle fünf Wechsel-Möglichkeiten ausschöpfen kann, sondern auch, um "in den Trainingseinheiten etwas mehr Konkurrenzkampf, etwas mehr Breite haben".