Die Personalnot beim TSV 1860 München, sie will nicht abreißen. Neben den Langzeitverletzten Max Christiansen, Sigurd Haugen und Tunay Deniz traten Manuel Pfeifer und Kapitän Jesper Verlaat angesichts von Rückfällen im Trainingslager kürzer, am vergangenen Mittwoch folgte Samuel Althaus, der sich im Training eine Verletzung am Hüftbeuger zuzog. Im Testspiel gegen Winterthur erwischte es dann Sean Dulic und Thore Jacobsen fehlt aufgrund einer Gelbsperre.
Drei weitere Akteure angeschlagen
Dass es doch noch schlimmer geht, zeigte sich heute auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Rot-Weiss Essen, wo Löwen-Coach Markus Kauczinski ein weiteres Personalupdate gab - und erneut dabei keine guten Nachrichten verkündete: Für die Partie am Samstag steigt die Zahl der Ausfälle auf elf.
Mit Florian Niederlechner (Probleme im Hüftbeuger), Thomas Dähne (grippaler Infekt) und Morris Schröter, der sich nach seinem Sehnenriss "noch nicht bereit" fühlt, gesellen sich gleich drei weitere Akteure der Verletztenliste hinzu und zwingen Kauczinski zu kreativen Lösungen. So winkt möglicherweise Damjan Dordan, der normalerweise bei der Zweitvertretung der 60er aufläuft, beim Debüt direkt die Startelf.
Viele neue Gesichter
Ohnehin rücken in den ausgedünnten Kader sehr viele neue, junge Gesichter nach. Auch U 17-Vizeweltmeister Loris Husic rückt in den Spieltagskader nach, genau wie der 18-Jährige Noah Klose und der 19-jährige Finn Fuchs. Doch für Kauczinski ist die große Anzahl an Jugendspielern kein Grund zur Sorge: "Ich sehe bei den jungen Spielern sehr viel Unbekümmertheit und Frechheit, die mir Spaß machen." Um resultierende mangelnde Erfahrung im Kader macht sich der 55-Jährige ebenfalls keine Gedanken, denn "wir haben mit Hobsch, Volland, Maier, Philipp oder Reinthaler immer noch viele erfahrene Spieler auf dem Platz".
Ob die Löwen trotz der erzwungenen Personalsituation einen erfolgreichen Start in die Rückrunde und in das Pflichtspieljahr 2026 hinlegen, zeigt sich dann am Samstag ab 14 Uhr am Stadion an der Grünwalder Straße.