Fehlercode: %{errorCode}

Abkehr von einer Tradition: Nur ein Premier-League-Spiel am Boxing Day

kicker

Schon seit ihrer ersten Saison gehört der Boxing Day in der ersten englischen Liga fest dazu. 137 Jahre später wird es die Tradition nur in sehr abgespeckter Form geben. Wie die Premier League bestätigte, wird am 26. Dezember lediglich die Partie Manchester United gegen Newcastle United ausgetragen. Für Nick Woltemade heißt das, dass er gleich in seiner ersten Saison die besondere Erfahrung Boxing Day machen wird können. Abseits von Newcastle und ManUnited werden alle anderen Partien des 18. Spieltags auf den 27. und 28. Dezember (Samstag und Sonntag).

So ganz freiwillig kam es wohl aber nicht zur der Entscheidung, so führte die Premier League die Ausweitung der Europapokalwettbewerbe durch die UEFA als Ursache an. "Die Premier League möchte die Umstände anerkennen, die zu einer reduzierten Anzahl von Spielen am Boxing Day geführt haben - und damit eine wichtige Tradition im englischen Fußball beeinträchtigen", heißt es in einer Stellungnahme am Freitag.

Premier League schiebt UEFA den schwarzen Peter zu

Die Anpassung sei nötig, um auf die gestiegene Belastung durch die Ligaphasen von Champions League, Europa League und Conference League zu reagieren. Alle drei Europapokale erfordern bis zum Beginn der K.-o.-Phase im Frühjahr immer mehr Termine. Ansonsten verwies die Premier League auch auf Vorgaben des Weltverbands FIFA, der eine Mindestpause von 72 Stunden zwischen zwei Spielen fordert. "Wie in den Vorjahren - und im Einklang mit unserem Engagement gegenüber den Klubs - wurden besondere Vorkehrungen getroffen, um mehr Zeit zwischen den Spielen während der Feiertage zu ermöglichen", erklärte die Liga.

Dass die diesjährige Regelung eine Ausnahme bleiben soll, bestätigte die Premier League aber auch, denn für die kommende Saison kündigte man bereits die Rückkehr zur gewohnten Boxing-Day-Tradition an. 2026 fällt der 26. Dezember auch auf einen Samstag, dann sollen wieder mehrere Spiele an diesem Tag stattfinden.

Untere Ligen bieten volles Programm

Anders als in der höchsten englischen Spielklasse, wird es in der Championship, League One und League Two, also den Ligen zwei bis vier, ein gewohnt volles Programm geben. Das dürfte auch mit Terminengpässen und einem neuen Vertrag zwischen der Premier League und dem englischen Fußballverband (FA) zu tun haben. Die beiden Parteien hatten sich im vergangenen Jahr darauf verständigt, dass auch das FA-Cup-Achtelfinale künftig an einem Wochenende stattfindet, die FA dafür aber im Gegenzug auf die traditionellen Wiederholungsspiele bei Unentschieden verzichtet.

Seitdem ist die Premier League verpflichtet, ihren Medienpartnern 33 Spieltage am Wochenende und fünf unter der Woche zu bieten. Und weil für diese angesichts von Klub-WM, einer langen Europapokal-Saison und der WM 2026 in der laufenden Spielzeit nur ein sehr enger Zeitraum zur Verfügung steht, ist es daher auch nicht überraschend, dass der 26. Dezember wie ein "normaler" Premier-League-Freitag mit nur einem Spiel behandelt wird.