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Szoboszlais "respektloser" Fehler: "Das würde er gegen Arsenal nicht machen"

kicker

Der FC Liverpool brauchte ein paar starke Joker, um die erste Hürde im FA Cup zu nehmen. Florian Wirtz und Hugo Ekitiké, beide nach einer Stunde eingewechselt, legten sich in der Schlussphase gegenseitig je ein Tor auf und machten aus einem wackligen 2:1 gegen den Drittligisten FC Barnsley einen souveränen 4:1-Endstand.

"Wir haben heute viele Stammspieler gebraucht, um zu gewinnen, das ist nicht unbedingt ein Kompliment für mich", bilanzierte Trainer Arne Slot, der - wie angekündigt - eigentlich eine ziemlich starke Startelf ins Rennen geschickt hatte. Ein Kompliment für Andy Robertson, Federico Chiesa & Co., die mal eine Chance von Beginn an bekamen, war es erst recht nicht.

Dass es nach Jeremie Frimpongs Treffer zum 2:0 (36.) noch einmal spannend wurde, lang allerdings an einem der zuverlässigsten Liverpooler in dieser Saison: Dominik Szoboszlai, der auch am Montag nicht nur wegen seines Traum-Fernschusses zum 1:0 (9.) sonst zu den Besten gehörte, erlaubte sich vier Minuten nach dem 2:0 einen Fehler, der nach den Trainer-Aussagen im Anschluss irgendwo zwischen seltsam und respektlos einzuordnen war.

Slot: "Das sollte man nicht mal im Training machen"

Der einstige Leipziger lief bei einem Angriff der Gäste einen Ball ab, dribbelte mit ihm bis in den eigenen Strafraum und wollte ihn dann mit der Hacke zu Keeper Giorgi Mamardashvili ablegen. Weil er jedoch den Ball nicht traf, staubte Adam Phillips zum Anschlusstreffer ab. Das Thema des Abends war geboren.

"Von unserem Tor war ich enttäuscht, weil er das gegen Chelsea oder Arsenal nicht machen würde", kritisierte Barnsleys Trainer Conor Hourihane Szoboszlai bei TNT Sports. Auf die Frage, ob der Hackentrickversuch respektlos gewesen sei, antwortete er: "Ja, möglicherweise. Ich glaube nicht, dass er das in einem Premier- oder Champions-League-Spiel macht. Es war ein bisschen respektlos."

Auch Slot hatte eine Meinung zu der Szene, "und die werde ich ihm definitiv mitteilen". Nämlich: "Ich glaube, das sollte man weder in einem FA-Cup- noch in einem Ligapokal- oder Freundschaftsspiel machen, nicht einmal im Training", rüffelte Slot Szoboszlai öffentlich. "Das war eine seltsame Entscheidung."

Szoboszlai entschuldigt sich

Der Ungar muss also zum Rapport, denn auch wenn sein Patzer nicht spielentscheidend war, so kostete er seiner Mannschaft doch unnötig Kraft. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir 2:0 vorne liegen, alles im Griff haben und dann ein schlampiges oder billiges Gegentor kassieren", ärgerte sich Slot. "Aber das sticht selbst für unsere Verhältnisse heraus, wenn es um schlampige und billige Gegentore geht."

Szoboszlai war sich seiner Schuld bewusst. "Es tut mir leid für die Mannschaft. Ich habe es uns mit einem einfachen Fehler schwer gemacht", entschuldigte er sich. "Aber wir stehen in der nächsten Runde." Und dazu, das wusste Slot ebenfalls, hatte Szoboszlai auch reichlich Positives beigetragen.