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Macht Chelsea in diesem Januar alles anders?

kicker

Eigentlich weiß Liam Rosenior ziemlich genau, worauf er sich beim FC Chelsea eingelassen hat. Die Klubeigner kennt der neue Trainer schließlich schon von seiner vorherigen Station Racing Straßburg, die diesen praktischerweise ebenfalls gehört. Trotzdem wartete der Nachfolger von Enzo Maresca nun mit Sätzen auf, die man von Todd Boehly & Co. noch nicht zu Ohren bekommen hat, seit sie an der Stamford Bridge das Sagen haben.

"Manchmal liegen die Antworten im Verein und nicht außerhalb", sagte Rosenior, als er am Dienstag auf die Transferpläne der Blues in diesem Winter angesprochen wurde. Der Klub, der seit dem Eigentümerwechsel keine Transferphase auslässt, um Spieler zu verpflichten oder abzugeben, könnte sich in diesem Januar tatsächlich mal zurückhalten. Bislang gibt es weder Zu- noch Abgänge, und dabei könnte es bleiben.

"Beim ersten Gespräch, das ich mit den Typen", also den Vorgesetzten, "hatte, habe ich gesagt, dass ich erst einmal die wichtigsten Spieler bewerten möchte, nämlich die Jungs, die hier sind", so Rosenior. An Neuverpflichtungen denkt er also erst einmal nicht, obwohl das Fenster in gut zwei Wochen schon wieder schließt.

Sein Ansatz: "Normalerweise gibt es positive Überraschungen, wenn man Leuten eine Chance gibt. Gegen Charlton habe ich einige wirklich positive Überraschungen erlebt." Beim 5:1-Auswärtssieg gegen den Zweitligisten im FA Cup hätten "einige Spieler, die in dieser Saison nicht so oft gespielt haben, herausragend performt". Unter anderem hatte Marc Guiu (neun Premier-League-Einsätze, acht davon als Joker) Tor und Vorlage verzeichnet.

Rosenior: "Großer Respekt" für Sterling und Disasi

Sogar Spieler, die seit Monaten wie Aussätzige behandelt werden, dürfen auf eine neue Chance hoffen. Seit sie sich im Sommer gegen einen Wechsel entschieden haben, trainieren Raheem Sterling und Axel Disasi ausschließlich für sich, dürfen nicht mal die Räumlichkeiten der Teamkollegen nutzen und werden von diesen isoliert. Kontakt zu Maresca: Fehlanzeige.

"Ich werde mit ihnen sprechen", kündigte Rosenior für "die nächsten Tage" an. "Raheem hatte bisher eine beeindruckende Karriere. Ich habe großen Respekt für ihn und Axel, den ich schon seit langer Zeit sehr, sehr schätze." Eine Rückkehr in den Kreis der Mannschaft schloss der 41-jährige Engländer zumindest nicht aus. "Ich muss mit ihnen sprechen, ich muss mit dem Klub sprechen." Auch das stehe auf seiner "Prioritätenliste", die es nach seinem Kaltstart Schritt für Schritt abzuarbeiten gelte. "Es war sehr turbulent."

Sterling und Disasi zu verleihen, ist dabei nach jetzigem Stand keine Lösungsoption. Chelsea hat bereits die Maximalzahl von sechs Spielern verliehen, unter anderem Aaron Anselmino an Borussia Dortmund.