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Absage per SMS: Acerbi verzichtet auf WM-Quali mit Italien

kicker

Verteidiger erklärt sich auf Instagram

Zuletzt schied die italienische Nationalmannschaft im März gegen die DFB-Elf aus der Nations League aus - weswegen anstelle eines Final Fours in Italien im Juni nun die ersten Spiele der WM-Quali auf die Squadra Azzurra warten. Für die beiden Partien in Norwegen (Freitag, 20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) und gegen die Republik Moldau (Montag, 9. Juni, 20.45 Uhr) hatte Nationaltrainer Luciano Spalletti ursprünglich erstmals seit knapp zwei Jahren mit Francesco Acerbi geplant - der Inter-Verteidiger sagte ihm nun aber aus freien Stücken ab.

Einen körperlichen Grund gebe es für die Absage nicht, betonte Spalletti. "Er hat darüber nachgedacht, was um ihn herum passiert ist", erklärte der 66-Jährige vielsagend. "Wir nehmen das zur Kenntnis und machen weiter." Acerbi hatte am Samstagabend bei der krachenden 0:5-Pleite der Mailänder im Champions-League-Finale gegen PSG noch 90 Minuten gespielt, war aber wie seine Abwehrkollegen mit der Offensive der Pariser heillos überfordert gewesen.

Absage per SMS - Erklärung bei Instagram

Den Wunsch, auf die beiden Qualifikationsspiele zu verzichten, hatte Acerbi dann schon unmittelbar nach dem verlorenen Finale geäußert. "Er hat mir per SMS mitgeteilt, dass er nicht teilnimmt, ich habe ihm geantwortet und mit ihm telefoniert", berichtete Spalletti. Alternativen habe er aber genügend für seine Mannschaft, in der Dreierkette hatten zuletzt beim 3:3 gegen Deutschland Inter-Teamkollege Alessandro Bastoni, Neapels Alessandro Buongiorno und Juves Federico Gatti verteidigt: "Es gibt Spieler, die es genauso verdienen wie er, dass wir sie berücksichtigen und ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken", so Spalletti weiter.

Bei Europameister Acerbi, im Champions-League-Halbfinale einer der Helden gegen den FC Barcelona, werden zu den bisher absolvierten 34 Länderspielen also vorerst keine weiteren hinzukommen. Der 37-Jährige äußerte sich am Sonntagnachmittag auf Instagram und betonte, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen und diese auch keine endgültige sei.

Das verlorene Champions-League-Finale spiele bei der Absage ausdrücklich keine Rolle, so Acerbi. Vielmehr verlange er "Respekt", besonders von demjenigen, "der die Gruppe führen" solle - sprich: Spalletti. "Ich bin niemand, der sich an eine Berufung klammert: Ich habe immer alles gegeben, aber ich bleibe nicht dort, wo ich nicht mehr wirklich gewollt bin, und es ist klar, dass ich nicht Teil des Projekts des Trainers bin", erklärte der Abwehrspieler weiter. Der Squadra Azzurra drücke er dennoch weiterhin die Daumen und werde "für sie mit der gleichen Hingabe jubeln" wie als Spieler auf dem Feld.