"Um ehrlich zu sein, das war heute in keiner Weise konkurrenzfähig", gestand Eintracht-Coach Heiner Backhaus nach dem 0:3 gegen die Magdeburger zum Re-Start der 2. Liga. Der 43-Jährige lobte dabei den Gegner, der es "sehr gut gemacht und mit einer breiten Brust gespielt" habe, gab dabei aber zugleich zu, dass er schon so eine dunkle Vorahnung gehabt hatte. So erklärte Backhaus, dass er während der Winterpause es schon "so ein bisschen gemerkt habe", dass seine Schützlinge besagte breite Brust "nicht haben".
Das zeigte sich dann auch auf dem Platz, wo die Eintracht "lange gebraucht hat, um Rhythmus zu finden". Als sie diese schließlich gefunden hatte, hatte sie die Partie auch eine Zeit lang im Griff, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. "Da müssen wir ein Tor schießen", so der Trainer, der sich dann auch über das 0:1 von Mateusz Zukowski ärgerte, bei dem man eigentlich im Vorteil war, weil man im Drei-gegen-eins gespielt habe.
"Aber wir packen nicht zu", stellte Backhaus fest und kritisierte die schwache Zweikampfquote seiner Elf. "Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit 35 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Da sollten wir anfangen. Alles andere baut darauf auf."
Hoffmann hat keine Erklärung
Ron-Thorben Hoffmann monierte ebenfalls die schwache Zweikampfquote. "So kannst du kein Spiel gewinnen", stellte der Torhüter fest und gab offen zu: "Den Auftritt kann ich mir nicht richtig erklären. Magdeburg war in allen Belangen besser: Basics, fußballtaktisch besser, technisch besser - so kannst du absolut nichts holen. Wir waren jedes Mal einen Schritt zu spät und dann kommst du in so einen negativen Trott. Wir waren nie richtig im Spiel. Es war zu wenig, so können wir nicht bestehen."
Die Niederlage sei daher auch "völlig verdient" gewesen, "aber ich will nicht alles schwarzmalen, denn wir haben im Dezember gezeigt, dass wir es besser können". Auch deshalb weigerte sich der 26-Jährige gleich wieder vom Abstiegskampf zu sprechen, wenngleich die Eintracht nur noch einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt ist. "Das ist mir ein bisschen zu früh", so Hoffmann: "Es ist das erste Spiel nach der Winterpause, wohl wissend, dass wir heute absolut chancenlos waren."