Am Mittwochabend bog der Deal auf die Zielgerade ein. Ajax Amsterdam erzielte mit dem FC Chelsea die Einigung über den Wechsel von Abwehrspieler Jorrel Hato (19) zu den Blues. Als Ablösesumme sind etwas über 40 Millionen Euro im Gespräch. Mit einem Teil der Einnahme plant Ajax den Transferangriff auf einen Gladbacher: Ko Itakura soll künftig die Defensive des niederländischen Rekordmeisters verstärken, wie der kicker bereits berichtete.
Mit dem Spieler, so heißt es in den Niederlanden, sei sich Ajax weitestgehend einig. Folgen müssten aber noch die Verhandlungen mit der Borussia über die Höhe der Ablösesumme. Sie soll im Bereich von zehn Millionen Euro liegen, wobei Ajax offenbar gerne im einstelligen Millionenbereich landen möchte.
Auch mit Frankfurt in Verbindung gebracht
Itakura war in den vergangenen Wochen mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht worden. Seitens der PSV Eindhoven gab es vor einiger Zeit "eine lose Anfrage", wie Sport-Geschäftsführer Roland Virkus im Trainingslager am Tegernsee erklärte, "aber es gab kein Angebot." Ajax soll dabei stets die Entwicklung rund um Itakura verfolgt haben. Den Weg für eine Verpflichtung macht der Hato-Verkauf jetzt frei.
Itakura genießt in den Niederlanden einen sehr guten Ruf. Von Januar 2019 bis Sommer 2021 verteidigte der Japaner für den FC Groningen. Bei Schalke 04 (Saison 2021/22) und Borussia Mönchengladbach reifte Itakura anschließend zu einem Innenverteidiger von internationalem Format. Für Japan absolvierte der 28-Jährige bisher 37 Länderspiele (zwei Tore).
Für die Fohlen bietet sich in diesem Sommer die letzte Möglichkeit, noch einen hohen Transfererlös für Itakura zu erzielen. In einem Jahr läuft der Vertrag des Defensivspezialisten, der auch auf der Sechs eingesetzt werden kann, aus. Da Itakura eine vorzeitige Vertragsverlängerung in Gladbach abgelehnt hat, gilt er schon seit Monaten als klarer Verkaufskandidat.
Den Nationalspieler reizt das internationale Geschäft, vor allem die Champions League. Mit Ajax könnte er in der Königsklasse spielen. "Wenn etwas Interessantes kommt, muss man sich damit befassen", sagte Virkus in Bezug auf mögliche Offerten für Itakura. "Das ist Teil unseres Weges."
Zumal die Borussen einen potenziellen Ersatz schon in den eigenen Reihen haben. Der vielseitige Kevin Diks, ablösefrei vom FC Kopenhagen gekommen, bevorzugt die Rolle als Innenverteidiger.