Duelle zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1.FC Union haben für die Schwaben einen bitteren Erinnerungswert. Schließlich waren es die Köpenicker, die sich 2019 in der Relegation durchsetzten und die damals interimistisch von Nico Willig trainierten Stuttgarter in die 2. Liga schickten.
Schlüssel: Standardsituationen verteidigen
Längst abgehakt diese Zeiten in Bad Cannstatt. In Europa liegt der VfB gut im Rennen um die K.o.-Phase, in der Liga tabellarisch betrachtet sogar auf Kurs Champions League. Doch wie schon 2019 ist Union ein unangenehmer, weil ziemlich robuster Gegner. Das weiß natürlich auch Sebastian Hoeneß vor dem Duell an diesem Sonntag (15.30 Uhr, LIVE bei kicker.de). "Union Berlin kombiniert individuelle Qualität und Erfahrung, die Mannschaft verteidigt körperlich und kompakt und kann schnell umschalten", weiß der VfB-Coach, der sein Gegenüber lobt: "Steffen Baumgart ist ein sehr erfahrener Trainerkollege, der mit seiner Mannschaft eine stabile und gute Saison spielt, es ist nicht einfach, diese Mannschaft zu besiegen. Auch das Spiel in Augsburg hat gezeigt, dass die Unioner bis zum Schluss an sich glauben." Beim FCA glich Marin Ljubicic am Donnerstagabend in der Nachspielzeit für das Baumgart-Team zum 1:1 aus.
Insofern dürften auch die Gäste mit breiter Brust anreisen, sind sie doch viermal in Serie ungeschlagen. "Ein Schlüssel zum Erfolg wird sicherlich die Balance in den unterschiedlichen Spielphasen sein, außerdem das Umschaltverhalten und das Verteidigen der Berliner Standardsituationen", warnt Hoeneß vor der offensichtlichen Stärke der Köpenicker.
Keine Ausfälle nach Frankfurt-Spiel
Auf einen seiner stärksten in Sachen ruhende Bälle, Dan-Axel Zagadou, muss Hoeneß erwartungsgemäß weiterhin verzichten. Wie Luca Jaquez befindet sich der Innenverteidiger im Aufbautraining. Zu den sonstigen Verletzten, Tiago Tomas (Oberschenkelverletzung) und Lazar Jovanovic (Rückenbeschwerden) haben sich nach dem wichtigen 3:2 über Eintracht Frankfurt keine weiteren Ausfälle dazugesellt.