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Alles Rot beim Aufsteiger - am Ende aber nicht die Laterne

kicker

Die Saison des GAK

Drei Trainer, fünf Siege, 13 Unentschieden und 14 Niederlagen brachten den Grazer AK als Aufsteiger ans Ziel Bundesliga-Klassenerhalt. Wie es sich für einen sehr emotional, bodenständig und Fan-orientierten Verein gehört, war die Saison mit reichlich Drama versehen und schließlich mit Happy End gesegnet.

Moment der Saison: Aus und vorbei am Tivoli

Im notorisch unterbesetzten und zumeist nur von Gästefans beschallten Tivoli-Stadion in Innsbruck machte der GAK den letzten rettenden Schritt im Abstiegskampf. Nach dem Schlusspfiff zum 1:1 bei der WSG Tirol waren viele Augen auf Kapitän Marco Perchtold gerichtet, der im letzten Spiel seiner Profikarriere und acht Saisonen beim GAK mit seinem Herzensklub jubeln durfte. Emotionaler geht es kaum. Über tausend mitgereiste Fans hatten ihre Freude.

Schlüsselspieler der Saison: Tio Cipot

Der Slowene Tio Cipot avancierte mit sieben Toren und zwei Assists - die meisten davon eminent wichtig - zu einem der Väter des Klassenerhalts. Der 22-jährige Mittelfeldmann entwickelte im oft auf Zufall aufgebauten Grazer Spiel - meistens über die linke Seite - den für die rettenden Tore nötigen Offensivdrang. Dass Cipot in der vorletzten Runde das letztendlich für den Liga-Verbleib wichtigste Tor zum 1:0-Heimsieg über den LASK erzielte, war alles andere als Zufall.

Flop bringt Top der Saison: Von Poms zu Feldhofer

Von den zwei Trainerwechseln in der ersten Bundesliga-Saison nach dem langersehnten Wiederaufstieg hätte man sich gleich den ersten sparen können. Der nach zehn sieglosen Spielen vollzogene Wechsel von Aufstiegstrainer Gernot Messner zu Rene Poms brachte einen sehr kurzen Effekt, der sich aufgrund des schnell verglühten Drahts zwischen Coach und Mannschaft zur fast fatalen Pendelbewegung entwickelte. Zum Start der Qualifikationsgruppe wurde ausgerechnet der Erz-"Schwoarze" Ferdinand Feldhofer geholt, um den komplett verfahrenen Karren aus dem Dreck zu ziehen. Und der langjährige Sturm-Profi holte in den letzten zehn Runden den rettenden zehnten Platz.

Spruch der Saison

"Wahre Schönheit kommt von innen", titelte Dieter Demmelmair vom Media-Team auf der Klub-Website nach dem letzten Akt im Qualigruppen-Drama (1:1 bei WSG Tirol) und traf damit den Nagel auf den Kopf. Denn Schönheitspreis hatte sich der Fußball des GAK über die gesamte Saison bei Gott keinen verdient. Dennoch gebührt den "Roten" aus der steirischen Hauptstadt Respekt für viel Herz, Kampfgeist, Leidenschaft und Verbissenheit. Und bekanntlich sind das genau jene Tugenden, auf die es im Abstiegskampf in jeder Liga ankommt.

Transferpläne

Bei Sportdirektor Dieter Elsneg besteht in den nächsten Wochen keine Gefahr für Langeweile. Viele Leihverträge laufen aus, einige davon betroffene Akteure würde man sehr gerne verlängern - unter anderem Schlüsselspieler Cipot von Spezia (ITA) oder Goalie Florian Wiegele von Pilsen (CZE). Auch Antonio Tikvic und Zeteny Jano konnten überzeugen. Dass Daniel Maderner beim GAK bleibt, ist ein sehr gutes Zeichen. An Christopher Cvetko (Austria Klagenfurt) und Thomas Sabitzer (WAC) sollen die Grazer für die nächste Saison konkret dran sein.

Gesamtnote der kicker-Redaktion: 3,5