Abschied mit Klassenerhalt
Die um sechs Treffer bessere Tordifferenz bewahrte den FC Eilenburg in der abgelaufenen Saison vor dem Sturz in die Oberliga. Für die Nordsachsen, die im Haifischbecken der Regionalliga Nordost als relativ kleiner Fisch neben den vielen Traditionsklubs schwimmen, ein Erfolg.
Am Dienstag teilte der FCE nun mit, dass Trainer Sascha Prüfer den Verein verlassen wird, um das Angebot eines anderen Regionalligisten anzunehmen. "Wir hätten ihn natürlich gern gehalten, respektieren jedoch seinen Wunsch nach dem nächsten Karriereschritt und wünschen ihm zukünftig viel Erfolg", erklärt Sportchef Stephan Hofmann. Die Eilenburger betonen zum Abschied auch, dass der 38-jährige Cheftrainer in seiner dreijährigen Amtszeit eine "fast unglaubliche sportliche Erfolgsgeschichte" geschrieben habe, mit dem Aufstieg in die Regionalliga 2022/23 und den erfolgreichen Abstiegskämpfen in den beiden darauf folgenden Spielzeiten.
"Für immer dankbar"
Auch Prüfer lässt Eilenburg mit positiven Emotionen hinter sich: "Mir hat man hier vor drei Jahren als unbekanntem Trainer eine Chance gegeben, für die ich immer dankbar sein werde." Weiter betont der 38-Jährige: "Für mich waren das drei Jahre voller Erfahrungen, Emotionen und echter Freundschaften. Ich sage deshalb nicht 'Tschüss', sondern 'Bis bald'."
Bei der Suche nach einem Prüfer-Nachfolger sind die Eilenburger Verantwortlichen optimistisch, zeitnah eine Lösung präsentieren zu können. Ein Schleudersitz wird den neuen Mann nicht erwarten, wie Hofmann unterstreicht: "In den vergangenen zehn Jahren waren in Eilenburg nur zwei Cheftrainer tätig. Beide haben in ihren Amtszeiten überaus erfolgreich gearbeitet und unter ruhigen Bedingungen sowohl den Verein geprägt als auch sich menschlich und sportlich weiterentwickelt." Darum bleibe, so Hofmann weiter, "die Erhaltung einer solchen Kontinuität unter für uns machbaren Konditionen im Wettstreit mit einer Vielzahl von Profivereinen auch künftig ein zentrales Ziel unseres Vereins."