In den vergangenen Wochen war Julian Guttau mit einigen Spitzenteams der 3. Liga in Verbindung gebracht worden, so war unter anderem dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Ingolstadt Interesse am offensiven Mittelfeldspieler nachgesagt worden. Der unterschrieb nun nach Auslaufen seines Vertrags bei 1860 München in Aue. Durchaus ein Ausrufezeichen nach einer enttäuschenden Saison, an deren Ende Rang 13 für die Veilchen zu Buche gestanden hatte.
Trotz seiner erst 25 Jahre bringt Guttau die Erfahrung von 212 Drittligaspielen mit in den Schacht und gehörte auch bei den Münchner Löwen in den beiden vergangenen Jahren zu den Leistungsträgern. In der Saison 2024/25 überzeugte der variable Offensivspieler mit acht Toren und sechs Assists. "Wir haben uns seit Wochen sehr intensiv um Julian Guttau bemüht und sind davon überzeugt, dass er mit seiner Qualität ein wichtiges Puzzleteil für unsere Offensive sein wird. Er hatte nach zwei sehr guten und stabilen Jahren in München zweifellos mehrere Optionen und Angebote", wird Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich auf der Vereinshomepage zitiert. "Dass sich Julian Guttau schließlich für uns entschieden hat, freut uns ungemein. Ein besonderer Dank gilt den FCE-Partnern und Verantwortlichen, die diesen Transfer möglich gemacht haben."
„Die Atmosphäre im Erzgebirgsstadion hat mir schon immer imponiert. Nun Teil dieses Vereins zu sein, ist Ansporn und Verpflichtung zugleich.“ (Julian Guttau)
Der beim Halleschen FC ausgebildete Guttau erhält in Aue die Nummer 19, über die Vertragslaufzeit machte der Verein keine Angaben. "Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat und kann es kaum erwarten, Mannschaft und Trainerteam kennenzulernen", blickt Guttau voraus. "Die Atmosphäre im Erzgebirgsstadion hat mir schon immer imponiert. Nun Teil dieses Vereins zu sein, ist Ansporn und Verpflichtung zugleich."
Bei seinem letzten Auftritt als Gast in Aue unterlag er kurz vor Weihnachten mit den Sechzigern mit 1:3, sein letztes Spiel als Löwe machte der Linksfuß ebenfalls gegen den FCE (1:1). Ewig muss er sich bis zum Wiedersehen mit den alten Kollegen aber nicht gedulden, bereits Ende September gastiert der TSV 1860 im Erzgebirge.