"Er ist ein aufregender junger Spieler, der in den jüngsten Spielzeiten konstant gute Leistungen und Zahlen abgeliefert hat", lobt Trainer Mikel Arteta Noni Madueke, der dem Spanier zufolge "zu den talentiertesten Außenstürmern der Premier League zählt. Mit gerade einmal 23 Jahren bringt Noni bereits Erfahrung auf Vereins- und Länderspielebene mit und er kennt die Premier League bestens."
Überzeugt ist auch Sportdirektor Andrea Berta, der auf die "außergewöhnlichen Leistungen und die Einsatzbereitschaft" des Angreifers verwies, die "seine Qualität und Professionalität widerspiegeln. Noni ist ein dynamischer, vielseitiger Außenstürmer mit starken technischen Fähigkeiten, der unseren Kader deutlich verstärken wird und wir sind überzeugt, dass er bei Arsenal einen großen Einfluss haben wird."
Der Spieler selbst ist zuversichtlich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Ich verlasse mich oft auf mein Bauchgefühl und ich glaube, dass es mich bisher in die richtige Richtung gelenkt hat", sagte Madueke und meinte, dass er glaube, dass es beim FC Arsenal "nicht anders sein wird".
Wohl kein Schnäppchen für die Gunners
Ein halbes Dutzend an Spielern hat Mikel Arteta nun bereits überzeugt. Vor Madueke hatten bereits Raheem Sterling, Jorginho, Kai Havertz, Willian und in diesem Sommer Kepa das blaue für das rote Trikot eingetauscht. Dort wird er fortan mit der Rückennummer 20 auflaufen.
Während Ersatzkeeper Kepa für unter sechs Millionen Euro zu den Gunners kam, kostet Madueke wohl mehr als das Zehnfache. Nach übereinstimmenden Medienberichten fließen als Sockelablöse 56 Millionen Euro, die über Boni aber leicht auf knapp über 60 Millionen Euro anwachsen könnten.
Damit ist Madueke für Chelsea auch ein gutes Geschäft: Im Sommer 2023 hatten die Blues "nur" 33 Millionen Euro an die PSV Eindhoven überwiesen, um den siebenmaligen englischen A-Nationalspieler mit nigerianischen Wurzeln zurück auf die Insel zu holen.
Fünf Einsätze bei der Klub-WM
Bei Arsenal erhält Madueke einen langfristigen Vertrag, genaue Angaben machten die Gunners nicht. Der 23-Jährige ist der vierte Sommer-Neuzugang des amtierenden Vizemeisters nach Keeper Kepa (Chelsea) sowie den Mittelfeldspielern Martin Zubimendi (Real Sociedad) und Christian Nörgaard (FC Brentford).
Madueke soll ein weiteres Puzzleteil auf dem Weg zum lang ersehnten Premier-League-Titel sein. Der Rechtsaußen stärkt in jedem Fall die Tiefe und Qualität im Kader. Wegen anhaltender Verletzungssorgen von Bukayo Saka hatte der erst 18-jährige Ethan Nwaneri - frisch gebackener U-21-Europameister - in der vergangenen Saison unerwartet viel Spielzeit erhalten (26 Premier-League-Einsätze).
Madueke jedenfalls hat sich einiges vorgenommen. "Ich bin überzeugt, dass wir alle Wettbewerbe gewinnen können, an denen wir teilnehmen", sagte der selbstbewusst und verwies darauf, dass Arsenal "bereits eine großartige Mannschaft mit einer klaren Identität" sei, er es aber kaum erwarten könne, "meinen Stil in die Mannschaft einzubringen und den Jungs so gut wie möglich zu helfen, den nächsten Schritt zu machen".
Ausgebildet wurde Madueke in der Jugend von Crystal Palace und Tottenham Hotspur. Bereits mit 16 wechselte der Linksfuß nach Eindhoven, wo er später auch den Sprung zu den Profis schaffte. 51 Eredivisie-Einsätzen (elf Tore) folgten bislang 67 Premier-League-Partien (13 Treffer) für Chelsea. Bei der Klub-WM kam Madueke für Finalist Chelsea fünfmal zum Einsatz, blieb allerdings ohne direkte Torbeteiligung.