Elversberg am Boden
"Dass wir so eine Leistung gebracht haben und verlieren, das tut weh. Die Jungs haben sich mehr verdient als diesen Nichtaufstieg. Sie haben bravourös gekämpft und dann bitter verloren", ordnete Elversbergs Coach Horst Steffen das ganz späte 1:2 gegen Heidenheim und den damit verpassten Aufstieg bei Sky ein.
Die SVE war das aktivere Team - und jubelte kurz nach der Pause sogar schon über das 2:1. Aber der Treffer von Fisnik Asllani wurde einkassiert, Lukas Petkov stand vorher knapp im Abseits und griff aktiv ein. "Das sind Millimeter-Entscheidungen, einfach bitter, dass es daneben geht für uns", so Steffen nüchtern.
Nach einem umkämpften Spiel hatten sich dann schon alle auf eine Verlängerung eingestellt - und dann traf Leo Scienza die Elversberger in der fünften Minute der Nachspielzeit mitten ins Mark. "Das ist gut gespielt von Heidenheim, das muss man anerkennen. Scienza hat dann die Qualität, dass er es so ausspielt. Wir haben so gut wie keinen Angriff zugelassen in der Form", ärgerte sich der SVE-Coach.
Steffen: "Ich will die Jungs aufmuntern"
Der Coach rang sichtlich nach den passenden Worten, die Enttäuschung beim Zweitliga-Dritten war natürlich riesig. Elversberg hat eine tolle Saison gespielt und hat auch in den Relegationsspielen seine Qualität unter Beweis gestellt. "Wir sind alle schwer enttäuscht", sagte Steffen, der zu einer eigenen Zukunft nichts sagen wollte: "Es gibt von mir keine Auskunft dazu."
Der Coach ist jetzt vielmehr als Aufbauhelfer gefragt. "Ich bin enttäuscht und habe das zu verarbeiten. Ich will die Jungs aufmuntern, aber ich weiß, das wird wahrscheinlich nicht passieren", so Steffen abschließend.
"Es war die schönste Zeit meines Leben"
Und Asllani, der nach der einen Leih-Saison wieder nach Hoffenheim zurückkehren wird, fügte komplett bedient an: "Das ist ein Schlag ins Gesicht. Wir haben heute die schlimmste Seite des Fußballs erlebt. Wenn man so eine starke Saison spielt, das hat ganz Deutschland gesehen, hätten wir es absolut verdient gehabt. Es sollte nicht sein, heute war auch viel Pech dabei. Wir haben alles geben, aber manchmal reicht das Beste nicht."
Trotz des vergebenen Aufstiegs wird der Offensivmann dieses Jahr nie vergessen. "Ich habe so eine Zeit noch nie so genossen wir hier in Elversberg. Danke an alle Elversberger da draußen. Es war die schönste Zeit meines Lebens", so Asllani.