2025/2026 - Fünf Vereine
FC Thun, FC Lugano, FC Zürich, BSC Young Boys, Servette FC
Erstmals seit einem Vierteljahrhundert hat sich gleich ein Super-League-Quintett in den ersten zwei Cup-Runden aus dem Wettbewerb verabschiedet. Thun erwischte es in der ersten Runde Breitenrain und Lugano unterlag dem SC Cham.
Am vergangenen Wochenende haben drei weitere Oberklassige nachgelegt. YB scheiterte nach einem frühen Gegentreffer am FC Aarau. Servette musste sich dem Absteiger aus Yverdon beugen und Zürich verlor das Elfmeterschiessen gegen Stade Nyonnais. Aus den fünf gescheiterten Vereinen hätten gut und gerne auch mehr werden können, doch sowohl der FC Basel als auch der FC St.Gallen zogen im Penaltyschiessen ihren Kopf noch aus der Schlinge.
2024/2025 - Zwei Vereine
FC Luzern, Servette FC
Im Vergleich zu dieser Saison haben alle zwölf Super-League-Vereine die erste Cuprunde überstanden. Das muss aber eigentlich auch der Anspruch sein, denn in der ersten Runde treffen alle Erstklassigen maximal auf einen Gegner aus der Promotion League.
Im letzten Jahr hat es dann in der zweiten Runde den FC Luzern und den zu diesem Zeitpunkt amtierenden Cupsieger Servette erwischt. Die Genfer mussten nach einer zwischenzeitlichen Führung in Schaffhausen die Segel streichen. Der FC Luzern hingegen musste in Aarau antreten. Wie in diesem Jahr gegen YB haben die Rüeblistädter auch 2024 mit dem gleichen Resultat - einem 1:0 - einem Oberklassigen ein Bein gestellt. Für beide Unterklassigen endete die Cupreise eine Runde später im Achtelfinale.
2023/2024 - Drei Vereine
Grasshopper Club Zürich, Yverdon Sport FC, FC St.Gallen 1879
Die erste Runde stellte auch 2023 für keinen Verein aus der Super League eine wirkliche Stolperfalle dar. Dafür war in der zweiten Runde dann für ein Trio Schluss. Yverdon patzte gegen den damaligen Promotion-League-Club aus Rapperswil-Jona. Ein Tor reichte den Rosenstädtern zum Einzug in die nächste Runde. Wie Yverdon hat auch der FC St.Gallen gegen einen drittklassigen Verein eine peinliche Niederlage einstecken müssen. Delémont gewann verdientermassen mit 2:1 gegen die Ostschweizer. Die Jurassier avancierten in der Folge zum Cup-Schreck, denn auch der FC Luzern scheiterte im Achtelfinale am grossen Aussenseiter.
Die Niederlage der Grasshoppers kam etwas weniger überraschend. GC hatte durchaus Lospech und traf auswärts auf den FC Sion, der in diesem Jahr in der Challenge-League spielte. Die Cupspezialisten aus dem Wallis siegten gleich mit einem 3:0 und verschärften eine ohnehin schon ungemütliche Situation des GCZ noch mehr. Sion hatte in dieser Cup-Saison einen tollen Lauf und hätte beinahe das Märchen von 2006 wiederholt, als die Walliser als Unterklassiger die Sandoz-Trophäe in die Höhe stemmen durften. Erst im Halbfinal wurde der Lauf des FCS vom FC Lugano gestoppt.
2022/2023 - Ein Verein
FC Zürich
Die Saison 2022/2023 war die letzte vor der Ligaanpassung. Es konnten jeweils nur zehn Super-League-Vereine potenziell über einen Unterklassigen stolpern. Von den zehn Vereinen hat es nur den FC Zürich in den ersten zwei Runden erwischt. Die Stadtzürcher patzten gegen den FC Lausanne-Sport. Aldin Turkes rettete die Waadtländer in der 96. Minute in die Verlängerung. In dieser traf der grossgewachsene Stürmer zum viel umjubelten Siegtreffer und nach einer Roten Karte von Jonathan Okita war das Out des FCZ besiegelt.
2021/2022 - Zwei Vereine
Grasshopper Club Zürich, FC Sion
Mit Losglück gesegnet waren die beiden patzenden Vereine nicht. GC musste auswärts beim FC Thun antreten. Ein Tor reichte, um die Cup-Träume des GCZ schon früh zu beerdigen. Eine regelrechte Klatsche widerfuhr Sion. Zwei Tore vor der Pause und zwei nach der Pause sorgten für ein klares 4:0 für Stade-Lausanne-Ouchy. Trainer Paolo Tramezzani war zu diesem Zeitpunkt gerade erst seit eineinhalb Wochen im Amt, wohl nur deshalb hat er diese Pleite überlebt.
2020/2021 - Ein Verein
FC Zürich
Der Cup wurde in der Saison 2020/2021 mit einem reduzierten Teilnehmerfeld ausgetragen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Modus angepasst. Die Super-League-Vereine, die nicht europäisch spielten, stiegen in der zweiten Runde in den Cup-Wettbewerb ein. Die Clubs, die international aufliefen, durften gar direkt im Achtelfinale einsteigen.
Von den fünf Super-League-Vereinen, die eine zweite Cup-Runde austragen mussten, scheiterte nur einer - der FC Zürich. Der FC Chiasso war für den FCZ an diesem Septembertag zu stark. Mit einem 3:2 siegten die Tessiner gegen den Super-League-Verein. Sofian Bahloul besiegelte mit dem Penaltytor in der 88. Minute das Schicksal des FCZ.
2019/2020 - Drei Vereine
FC Lugano, FC St.Gallen, Servette FC
Auch 2019 überstanden alle Clubs die erste Cup-Runde schadlos. Lugano, St.Gallen und Genf mussten aber bei der zweiten Hürde eine Niederlage einstecken. Aus heutiger Sicht lesen sich die Gegner aber als Hürden, bei denen ein Scheitern nachvollziehbar ist. Die drei damals Unterklassigen - Lausanne, Winterthur und die Grasshoppers - spielen heute allesamt in der Super League.
Die höchste Niederlage widerfuhr dem FC Lugano. Gleich mit 3:0 siegten die Waadtländer gegen die Tessiner. Die beste Cupreise der Unterklassigen legte in diesem Jahr aber der FC Winterthur hin. Nach dem FCSG musste auch noch Thun im Achtelfinale dran glauben. Im Viertelfinal überstand der FCW die Hürde Bavois souverän. Erst im Halbfinale war die Reise zu Ende. Der FC Basel fertigte den Unterklassigen gleich mit 6:1 ab.
2018/2019 - Ein Verein
Grasshopper Club Zürich
2018 war ein gutes Jahr für die Super-League-Vereine. Im Viertelfinale standen sieben Oberklassige, nur der SC Kriens mischte noch mit. Der FC Zürich erledigte die Pflichtaufgabe im Heimspiel gegen den Challenge-League-Vertreter aber mit einem 2:1. Am Ende holte sich der FC Basel den Cup-Sieg im Finale mit einem knappen Sieg über den FC Thun.
Als Konsequenz der Dichte an Vereinen in den späten Runden scheiterte nur ein Club aus der höchsten Schweizer Liga bereits in der zweiten Runde - GC. Stade Nyonnais, zu diesem Zeitpunkt in der Promotion League aktiv, siegte zu Hause dank einer starken zweiten Halbzeit mit 3:1. Eine Runde später stoppte YB den Lauf der Westschweizer mit einem knappen 1:0-Erfolg.
2017/2018 - Ein Verein
FC Sion
2017 ereignete sich das, was sich vier Jahre später wiederholen sollte. Der FC Sion schied in der zweiten Cuprunde gegen Stade-Lausanne-Ouchy aus. Der Lausanner Quartierverein war damals noch in der Promotion League aktiv. Trotzdem kämpften sich die Waadtländer in die Verlängerung. In dieser erzielte Sonny Kok in der 115. Minute das entscheidende Tor. Der mittlerweile 35-Jährige spielt heute in der vierthöchsten Spielklasse beim FC Saint-Prex.
2016/2017 - Zwei Vereine
FC Lausanne-Sport, FC Thun
Nur neun Vereine aus der Super League haben die Cup-Saison 2016/2017 bestritten. Der FC Vaduz spielte in der höchsten Schweizer Liga und trat selbstredend im Liechtensteiner-Cup an.
Von den neun Vereinen ist der FC Thun in der ersten Cup-Runde ausgeschieden. Der SC Kriens, immerhin in der Promotion League, war ein unglücklich schweres Los für die Berner Oberländer. Kriens marschierte in der Folge bis ins Viertelfinale weiter. Erst der FC Sion bedeutete für den drittklassigen Verein das Ende. Den FC Lausanne-Sport ereilte das Cup-Aus eine Runde später. Köniz bugsierte den Vertreter aus der Super League aus dem Wettbewerb. Mit einer 1:3-Niederlage endete die Reise von Lausanne.