Zuletzt war Grischa Prömel wieder verstärkt von der Bank gekommen, nachdem der Mittelfeldspieler in der Wintervorbereitung wegen leichter Knieprobleme hatte kürzertreten müssen. Bei den drei Siegen in diesem Kalenderjahr gegen Gladbach (5:1), Leverkusen (1:0) und in Frankfurt (3:1) war der Vize-Kapitän der TSG jeweils nach einer guten Stunde ins Spiel gekommen. Gut möglich, dass er nun in der Englischen Woche im Nachholspiel am Dienstag in Bremen wieder in die Startelf rotiert, um Andrej Kramaric eine Verschnaufpause zu verschaffen.
Auch Wolfsburg und Sevilla im Rennen
Unterdessen gehen im Hintergrund die Gespräche um die Zukunft des 31-Jährigen weiter, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Bis zur Winterpause hatte man sich ohnehin vertagt, um abzuwarten, wie Prömel nach seiner langen Verletzungspause (Kreuzbandriss) wieder zurückkommen würde. Er tat es stärker denn je.
Kein Wunder, dass sich nun eine ganze Reihe Klubs mit dem nach der Saison ablösefreien Führungsspieler beschäftigen. Woche für Woche ploppen neue Kandidaten auf. Über das Interesse des VfB Stuttgart an dem gebürtigen Stuttgarter hatte der kicker bereits berichtet. Mittlerweile hat wohl auch der VfL Wolfsburg seinen Hut in den Ring geworfen, wo mittlerweile Pirmin Schwegler als Sportdirektor tätig ist, der Prömel und dessen Qualitäten aus Hoffenheimer Zeiten bestens kennt.
Gespräche mit der TSG gehen weiter
Natürlich ergeben sich auch Möglichkeiten im Ausland, so wird Prömel auch mit dem FC Sevilla in Verbindung gebracht. Nach kicker-Informationen mischt aber mit RB Leipzig auch ein weiterer Bundesligist mit. Eine Konstellation, die auf den ersten Blick überrascht, weil die Leipziger ihre Kaderplanung bislang stets auf deutlich jüngere Kandidaten ausgelegt und beschränkt hatten.
Doch offenbar ist dort die Erkenntnis gereift, dass es eben auch eine hierarchische Struktur für all die Hochbegabten braucht, soll irgendwann der ganz große Wurf gelingen. Da könnte Prömel als Führungsfigur und Leitplankenspieler durchaus eine Rolle spielen.
Natürlich laufen auch die Gespräche um eine Verlängerung des Kontraktes bei der TSG weiter. Doch je mehr zahlungskräftige Konkurrenten einsteigen, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit dafür. Schließlich hat Prömel mehrfach betont, dass das nächste Vertragswerk das letzte große in seiner Karriere sein dürfte und er sich deshalb alle Optionen offenhält.
All das spielt aber für den Rest der Saison und die Rolle Prömels keine Rolle. Erst kürzlich hatte Trainer Christian Ilzer betont, dass der Achter ein wichtiger Leistungsträger der TSG sein wird, egal wie und wo es über den Sommer hinaus weitergehen sollte. Es bleibt spannend.