Fehlercode: %{errorCode}

Aufatmen in Hohenwestedt: Hinrichs kam, sah, siegte, ging - und bleibt nun doch

kicker

Die Not war groß beim MTSV Hohenwestedt in der Winterpause der abgelaufenen Saison: Stammkeeper Enno Beckmann war verletzt, der MTSV steckte im Tabellenkeller fest. Parallel dazu wurde Torhüter Mats Hinrichs beim Oberliga-Konkurrenten Heider SV nach dem siebten Spieltag via Telefon degradiert, sodass der junge Calvin Schultz den Vorzug erhielt. Der 34-Jährige fühlte sich nicht mehr wohl bei seinem "Herzensverein", und als im Winter der "Hilferuf" aus Hohenwestedt kam, musste Hinrichs nicht lange überlegen.

Die Oberliga ist sein Ding. Weit über 200 Spieler in der höchsten Spielkasse Schleswig-Holsteins stehen in der Vita des Schlussmanns. "Nach 13 Jahren Oberliga als Stammspieler in Folge brach für mich damals eine Welt zusammen", erinnert sich Hinrichs. In der Rückrunde avancierte der Routinier zum Matchwinner. Durch zahlreiche Paraden hatte Hinrichs maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des MTSV. Auch im Kreispokalfinale gegen den Eckernförder SV zeigte der 34-Jährige, warum er einer der besten Torhüter in Schleswig-Holstein ist.

Schwere Verletzung beim Nachfolger

Mit Stolz streckte Hinrichs nach dem 1:0-Sieg den Pokal in die Höhe - ein würdiger Abschied nach einem halben Jahr! Die Wege sollten sich wieder trennen. Hinrichs hatte bei der Reserve des Heider SV, die in die Landesliga aufgestiegen ist, zugesagt. Ihn beerbte wiederum Calvin Schultz in Hohenwestedt, nachdem auch der junge Schlussmann seinen Stammplatz in Heide wieder verloren hatte. Doch der 22-Jährige hatte schon in der zweiten Trainingseinheit großes Pech und verletzte sich schwer: Wadenbeinbruch und Riss des Syndesmosebandes. Die Ausfallzeit beträgt über ein halbes Jahr.

Plötzlich hatte der MTSV wieder ein Torwartproblem. Die Lösung hieß erneut: Mats Hinrichs. Doch der hatte ja schon die ersten Trainingseinheiten bei seinem neuen Team an der Westküste absolviert. "Ich habe aber leider frühzeitig festgestellt, dass es sich nicht gut angefühlt hat. Es war für mich nicht greifbar. Es war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Die Geschichte in Heide war auserzählt", sagt Hinrichs.

Rolle rückwärts

Wieder glühten die Drähte zwischen den Verantwortlichen beider Vereine, denn die Entscheidung lag nicht in den Händen von Mats Hinrichs. Doch beide Seiten einigten sich - Hinrichs konnte die Rolle rückwärts zum MTSV Hohenwestedt machen. "Dafür bin ich dem Heider SV sehr dankbar", so Hinrichs.

"Jetzt kann ich das Kapitel Oberliga weiter spielen. Es ist meine vierzehnte Saison, das macht mich schon stolz. Stolz deshalb, weil die Oberliga mit Teams wie dem SV Todesfelde, Holstein Kiel II, FC Kilia Kiel, SV Eichede, Heider SV und dem PSV Neumünster als stärkste Oberliga der letzten Jahre eingestuft wird. Ich weiß, dass die Verletzung von Calvin der Dosenöffner war, aber für mich ist es eine tolle Geschichte", sagt der Keeper.