Die Horizon2026 AG spielte eine entscheidende Rolle in der finanziellen Rettung des FC Basel. Über diese Gesellschaft flossen heimlich elf Millionen Franken in den angeschlagenen Fussballclub, wie Andreas Rey offenlegte. Diese Darlehen verhinderten zu Beginn der Ära von David Degen den drohenden Konkurs des Vereins.
Die Gründung der Horizon2026 AG erfolgte Ende 2021 durch die damalige Besitzerschaft des FC Basel, bestehend aus David Degen, Ursula und Andreas Rey-Krayer sowie Dan Holzmann. Ursprünglich war geplant, dass die Gesellschaft an Transfergewinnen des Clubs partizipieren sollte, ein Modell, das später korrigiert wurde.
Neben der Horizon2026 AG floss auch aus einer zweiten Gesellschaft, der Intein AG, ein namhafter Betrag in die FC Basel 1893 AG. Hinter dieser Gesellschaft sollen dem Club zugeneigte Basler stehen, die anonym bleiben möchten.
In der Geschäftsrechnung 2024 wies die FC Basel 1893 AG kumuliert 12,4 Millionen Franken an Darlehen aus, die von der FC Basel Holding AG gewährt und noch nicht zurückbezahlt wurden. Diese Mittel waren essentiell, um die Liquidität des Clubs sicherzustellen.
Inzwischen hat sich die finanzielle Situation des FC Basel stabilisiert. Mit den Roche-Erben Jörg und Lukas Duschmalé konnten zwei neue Mitbesitzer von grossem Gewicht gewonnen werden. Sie übernahmen im Oktober das Holding-Aktienpaket von Holzmann und halten nun 20 Prozent der Anteile an der FCB-Dachgesellschaft.
Ob die elf Millionen Franken an Darlehen bereits vollständig zurückbezahlt wurden, wie von Holzmann angekündigt, ist derzeit nicht bekannt. Klarheit darüber dürfte die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Jahr 2025 im Frühjahr bringen.
Die Liquidation der Horizon2026 AG markiert das Ende einer kontroversen Finanzierungsmethode in der jüngeren Geschichte des FC Basel. Sie unterstreicht gleichzeitig den Wandel, den der Club in den letzten Jahren durchlaufen hat - von einer akuten finanziellen Krise hin zu einer stabileren wirtschaftlichen Basis.