Sein erstes Bundesliga-Spiel hätte kaum besser laufen können, das zweite dagegen kaum schlechter. Vier Tage nach seinem Traumdebüt gegen Borussia Dortmund verletzte sich Eintracht Frankfurts Neuzugang Younes Ebnoutalib am Dienstagabend im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart - allerdings nicht ganz so schwer, wie zunächst befürchtet.
Wie eine MRT-Untersuchung am Tag nach der späten 2:3-Niederlage ergab, hat der Angreifer eine Innenbandverletzung im Knie erlitten. Diese soll nach Angaben Frankfurts konservativ behandelt werden. Eine exakte Ausfallzeit teilte die SGE nicht mit - lediglich, dass der Neuzugang "in den kommenden Wochen" nicht zur Verfügung stehen wird.
Bereits nach einer Viertelstunde war Ebnoutalib mit VfB-Abwehrchef Jeff Chabot zusammengerauscht und zunächst behandelt worden. Anschließend kehrte er zwar noch mal auf den Rasen zurück und versuchte weiterzuspielen, musste den Versuch aber schnell wieder abbrechen. In der 20. Minute ersetzte ihn Trainer Dino Toppmöller durch Jean-Matteo Bayoha, der einen schwachen Tag erwischte.
Ebnoutalib steht nun erst einmal eine Zwangspause von mehreren Wochen bevor. Die hatte sich noch am Abend angekündigt, als er die Stuttgarter Arena mit einer Knieschiene und Krücken verließ und Toppmöller auf der Pressekonferenz erklärte: "Bei Younes sieht es nicht ganz so gut aus. Er hat einen Schlag bekommen - Oberschenkel, Knie - und ist dann ein bisschen weggeknickt. Wir hoffen das Beste."
Gegen den BVB hatte Ebnoutalib, der kurz vor Silvester für rund acht Millionen Euro vom Zweitligisten SV Elversberg in seine Geburtsstadt gewechselt war, eine denkwürdige Bundesliga-Premiere erlebt. Beim spektakulären 3:3 stand er direkt in der Startelf und erzielte das zwischenzeitliche 2:2 (71.), überzeugte aber auch darüber hinaus und bestätigte damit seine Topform in dieser Saison. Für Elversberg hatte er in der Hinrunde zwölfmal getroffen, dazu einen Assist gesammelt. Die Eintracht, die sich mit ihm eine frische Option in der Offensive erhofft hatte, stellte den 22-Jährigen bei seiner Verpflichtung als "einen der aktuell spannendsten deutschen Stürmer" vor.
Bereits am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es für die SGE mit einem weiteren Auswärtsspiel weiter, dann bei Werder Bremen.