Greift Trainer Kasper Hjulmand am Samstag in der Partie bei 1899 Hoffenheim auf Christian Kofane und Ibrahim Maza zurück? Am Donnerstag werden der kamerunische und der algerische Nationalspieler nach ihrer Teilnahme am Afrika-Cup nach Leverkusen zurückkehren. Dann steht für den Mittelstürmer und den Mittelfeldspieler, die am Freitag bzw. Samstag mit ihren Teams ausgeschieden waren, eine individuelle Einheit in Leverkusen an.
Zudem werden beide Profis, die in ihren Nationalmannschaften jeweils bis auf eine Partie bei dem Turnier in Marokko in der Startelf standen und überzeugende Leistungen ablieferten, durchgecheckt. Am Freitag sollen die beiden Shootingstars des deutschen Vizemeisters dann mit dem Abschlusstraining vor der Partie am Samstag bei der TSG Hoffenheim ihr erstes Mannschaftstraining bei ihrem Klub in diesem Kalenderjahr bestreiten.
Beide Profis stehen im Saft und sind im Spielrhythmus
Kann Hjulmand also mit den beiden Talenten für das Hinrunden-Finale in Sinsheim planen? Die Möglichkeit dazu besteht. Sollen doch beide Akteure, anders als Leverkusens burkinischer Innenverteidiger Edmond Tapsoba, der mit einer in Marokko erlittenen Oberschenkelverletzung für zwei bis drei Wochen ausfällt, ohne Verletzung aus dem Turnier gekommen sein.
Die physischen Voraussetzungen für einen Einsatz am Samstag sollten gegeben sein, da sowohl Kofane als auch Maza durch ihre regelmäßigen Einsätze beim Afrika-Cup beide voll im Saft stehen und sogar einen besseren Spielrhythmus haben als ihre Klub-Kollegen. In dieser Hinsicht spräche also grundsätzlich nichts gegen deren Nominierung und auch nichts gegen ein Startelf-Mandat.
Maza könnte sogar starten, Kofane würde wohl die Joker-Rolle erhalten
Dies gilt besonders für Maza, der nicht nur als zweiter Sechser, sondern auch auf einer der beiden offensiven Halbpositionen eine Option ist. Kofane hingegen dürfte, da sich Patrik Schick nach muskulären Problemen zurückgemeldet hat, wahrscheinlich die Joker-Rolle zufallen. Vorausgesetzt Hjulmand greift auf das Duo zurück.
Dies wird nach den Worten des Trainers vom Montag individuell entschieden. "Wir haben mit den Spielern gesprochen und wir haben mit unserer Performance-Abteilung gesprochen, und dann haben wir entschieden, dass sie ein paar Tage brauchen und dann kommen sie hierher", hatte der Trainer im Vorfeld des später abgesagten Spiels beim HSV den ersten Schritt erklärt.
Bayer wählt einen anderen Weg als beispielsweise RB Leipzig
Weiß der 53-Jährige als früherer dänischer Nationaltrainer doch um die physische und mentale Belastung durch so eine kontinentales Turnier. So hat Bayer seinen Afrika-Cup-Fahrern nach deren Ausscheiden einige Tage zur Regeneration bei der Familie gegönnt. Anders als beispielsweise RB Leipzig, das seinen Topstürmer Yan Diomande direkt nach dessen Viertelfinal-Aus mit der Elfenbeinküste am Samstag per Privatjet einfliegen ließ, damit dieser am Mittwoch gegen Freiburg zum Aufgebot gehörte.
Bayer nimmt einen anderen Blickwinkel ein, legt das Hauptaugenmerk auf den späteren Verlauf der Spielzeit und möchte seine Afrika-Cup-Teilnehmer nicht überlasten, mit der Hoffnung, dann ihre Qualitäten bis zum Saisonende ohne Verletzung oder physische oder mentale Schwächephase nutzen zu können. So bleibt abzuwarten, ob und wie lange Hjulmand am Samstag die Dienste von Maza und Kofane in Anspruch nimmt. Die Möglichkeit dazu dürfte er jedenfalls besitzen.