Fünf Wochen hat Dennis Duah in Cottbus vorgespielt. Eine lange Zeit, in der der Innenverteidiger, der im Nachwuchs des FC St. Pauli und des Hamburger SV ausgebildet wurde und bei Dynamo Dresden in der vergangenen Saison keine Einsatzzeit in der 3. Liga erhielt, auf Herz und Nieren geprüft wurde. Und für gut befunden, wie Claus Dieter Wollitz am Donnerstag in der Spieltagskonferenz vor dem Auftakt am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken (14 Uhr, LIVE! bei kicker) unterstrich.
"Er hat Parameter, die im modernen Fußball außergewöhnlich sind", erklärte der Energie-Coach. "Fakt ist, dass er über 35 km/h laufen kann, dass wir einen Abwehrspieler in dem Bereich nicht hatten." Wollitz zeigte sich dann auch in Richtung Dresden dankbar, dass der Transfer des 21-Jährigen "sehr reibungslos, sehr kooperativ" über die Bühne ging und "eine gemeinsame Entscheidung" war.
Schließlich hatte Dynamo "gemeinsam mit Dennis die Situation analysiert und ihm dabei offen kommuniziert, dass wir ihm in der kommenden Saison die gewünschte Spielzeit nicht garantieren können. Gerade für einen Spieler in seinem Alter ist diese für seine Entwicklung essenziell", ließ Thomas Brendel, Geschäftsführer Sport der SGD, wissen.
Spielzeit soll er nun in Cottbus bekommen. Dort hofft Wollitz, "dass wir die Potenziale entwickeln und stabilisieren können". Ob Duah schon eine Option für den Auftakt gegen die Saarländer ist, ließ der Trainer offen. Zumal er bis auf Torjäger Timmy Thiele und Lukas Michelbrink sein ganzes Personal zur Verfügung hat. Auch "Erik Tallig ist wieder eingestiegen, der war längere Zeit krank", so Wollitz.
"Ich erwarte diese Leidenschaft"
Der Coach freut sich, dass es endlich losgeht, nach sechs Wochen Vorbereitung. Und er erwartet "diese Leidenschaft, ich erwarte EINE Mannschaft. Ich erwarte nicht Spieler, die sich selbst sehen, ich erwarte eine Mannschaft, die Energie Cottbus sieht. Die dankbar und demütigt ist, am Samstag beginnen zu dürfen." Wollitz will "mit unseren Möglichkeiten alles versuchen, dieses erste Heimspiel zu gewinnen".
Letzte Saison ging der Auftakt mit 1:2 gegen den späteren Aufsteiger Arminia Bielefeld schief, dennoch stand eine starke Saison mit Platz 4. Hinter Saarbrücken, das im Heimspiel am 8. Spieltag mit einem 4:1 nach Hause geschickt wurde.