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Bakayoko macht zum zweiten Mal den Robben

kicker

Das Tor in Wolfsburg ähnelte seinem ersten in dieser Saison in frappierender Art und Weise. Nur, dass Johan Bakayoko beim 1:0 von RB Leipzig in Mainz vor gut zwei Wochen sein Dribbling näher an der Seitenauslinie begonnen hatte. Aber wie in Mainz setzte der Flügelstürmer nach einem Zuspiel seines Teamkollegen Romulo das Dribbling mit dem Ball von der rechten Seite in die Mitte an, um dann durch die Beine seines Kontrahenten (in diesem Fall Wolfsburgs Verteidiger Konstantinos Koulierakis) in die kurze Ecke zu treffen. Gewissermaßen im Arjen-Robben-Stil.

Bakayokos zweites Saisontor sicherte RB die Saisonpunkte zehn, elf und zwölf, aber dass die Sachsen in einem vor allem in der 2. Halbzeit wilden Spiel bis zum Schluss zittern mussten, lag auch daran, dass der 22-Jährige seine weiteren guten Gelegenheiten vergab (31., 48.). Und daran, dass Bakayoko bisweilen den Pass zum Mitspieler dem Dribbling vorzog. "Ich würde diese Situationen gerne noch viel mehr sehen", sagte Leipzigs Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer zu den Dribbelqualitäten von Bakayoko. "Ich glaube, dass Johan eine unfassbare Stärke hat: Eins-gegen-eins gehen auf seinen linken Fuß."

In der einen oder anderen Situation hätte der bullige Linksfuß (1,76 Meter, 80 Kilo) nach Ansicht Schäfers durchaus egoistischer den Abschluss suchen dürfen. Bakayoko wiederum nimmt sich die Anregung zu Herzen, aber der Schütze des entscheidenden Tores sagt auch: "Zu meinem Spiel gehört auch, dass ich teile. Es dreht sich nicht alles um mich, sondern es geht ums Team. Wenn ich jemanden finde, der besser steht als ich, dann spiele ich den Ball. Ich verstehe aber, was Marcel meint. Ich kann noch mehr Tore schießen."

Fans feiern Werner

Doch auch so sind die Verantwortlichen bei RB mit dem Belgier zufrieden, den sich die Sachsen im Sommer 18 Millionen Euro Ablöse kosten ließen. Wie auch mit dem zweiten Zugang für den Flügel, Yan Diomande, der in Wolfsburg erneut auf links zum Zug kam. Leipzig habe "auf beiden Flügeln bewusst das dazu geholt", so Schäfer. "Das klappt wirklich gut, aber wir müssen noch mehr Kapital daraus schlagen."

In Antonio Nusa kam zudem eine weitere Option für den linken Flügel nach seinem Unterarmbruch wieder zum Zug. Und selbst Timo Werner durfte in der Nachspielzeit als Wechselspieler für Christoph Baumgartner noch zwei Minuten auf den Platz. Von den Fans wurde der einstige Torjäger frenetisch gefeiert, was Geschäftsführer Schäfer nicht verwundert: "Er ist ja auch ein sehr verdienter Spieler. Er hat eine unglaubliche Quote, und das honorieren die Fans."