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Dortmund bestätigt Fauxpas: BVB-Sieg wegen Wechselfehler aberkannt

kicker

Eigentlich lief bislang alles wie erwartet und erhofft: Die Frauen von Borussia Dortmund spielen dank hochklassiger Verstärkung und einem bundesligaerfahrenen Coach als Aufsteiger in der Regionalliga West direkt oben mit. Doch statt der zwischenzeitlich bejubelten Tabellenführung nach fünf Spieltagen finden sich die Schwarz-Gelben Stunden später nur noch auf dem 4. Rang wieder.

Denn: Der überlegene 3:0-Sieg am 5. Spieltag gegen den SV Deutz 05 vom vergangenen Samstag ist vom DFB aberkannt worden. Der Grund: Ein Wechselfehler, die WAZ berichtete zuerst. Dortmund hatte in der 77. Minute die japanische Mittelfeldspielerin Sara Ito eingewechselt, durfte das allerdings gar nicht.

Ito fehlte offenbar versehentlich auf dem Spielberichtsbogen

17-mal war die 23-Jährige schon für den 1. FFC Turbine Potsdam in der Bundesliga aufgelaufen, diesmal traf sie zwei Klassen tiefer in der Nachspielzeit per Fernschuss zum 3:0-Endstand. Doch wie sich hinterher herausstellte, tauchte Itos Name auf dem Spielberichtsbogen nicht auf. Damit war sie nicht spielberechtigt - offenbar ein Versäumnis des Klubs.

Der gab das dann auch zu. "Wir sind am späten Montagabend vom Westdeutschen Fußballverband darüber informiert worden, dass unser Spiel gegen Deutz 05 nachträglich mit 0:2 gegen uns gewertet wird. Als Grund hierfür wird die Einwechslung unserer Spielerin Sara Ito angeführt, die von uns nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen worden war. Diesen Vorgang können wir bestätigen", schrieb der BVB in einem Statement.

Trainer Markus Högner, der im Sommer von Bundesligist SGS Essen gewechselt war, trifft laut Borussia keine Schuld, vielmehr sei das Problem, dass ihr Name auf dem Spielberichtsbogen gefehlt hatte. Auch behält sich der BVB das "Recht auf Überprüfung durch einen Antrag auf sportgerichtliche Entscheidung vor vor" - und begründet das auch damit, dass Ito "am Sonntag für alle Beteiligten sichtbar zu jeder Zeit Teil unseres Spielkaders war, auf unserer Spielberechtigungsliste steht und in dieser Partie nicht von einer Spielsperre betroffen war, die ihren Einsatz natürlich ausgeschlossen hätte."

Ob Dortmund gegen die Entscheidung vorgehen wird, ist also noch unklar, der Fauxpas kommt jedenfalls zur Unzeit. Denn am Montagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) empfängt der Drittligist schließlich Double-Sieger Bayern München zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal. Die Gelegenheit, um die sich Jahr für Jahr weiter professionalisierende Dortmunder Frauen-Mannschaft auf großer Bühne in die Schlagzeilen zu bringen.