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Betis' zweite Halbzeit zum Vergessen: "Sie haben uns überrannt"

kicker

Abde brachte Sevilla zunächst in Führung

Es begann so gut für Real Betis Sevilla im Finale der Conference League gegen den FC Chelsea. Bereits in der 9. Spielminute sorgte der Marokkaner Abde für die frühe Führung der Spanier, die sich diese in der ersten Halbzeit auch nicht mehr nehmen ließen. Doch aus der Kabine kam dann eine Londoner-Mannschaft, die über die Beticos nahezu hinwegfegte und sich am Ende mit 4:1 erst das vierte Endspiel dieses Wettbewerbs sicherte.

Isco, der die Vorlage zur Betis-Führung gab, zeigte sich danach etwas ratlos über diese Passivität im zweiten Durchgang. "Wir hatten eine gute erste Halbzeit, in der sie kaum Chancen hatten", wird der spanische Offensivstratege seines Teams nach dem Spiel bei ESPN zitiert. "Wir waren nah dran und wussten nicht, wie wir den Spielstand ausnutzen können, was uns schon die ganze Saison bestraft hat. In einem europäischen Finale sind Fehler sehr schmerzhaft."

„Sie haben uns im zweiten Durchgang überrannt.“ (Isco)

Der 33-Jährige, der bereits Erfahrungen aus dem größten europäischen Finale mitbrachte und sich viermaliger Champions-League-Sieger mit Real Madrid nennen darf, bringt es in seiner Analyse klar auf den Punkt: "Sie haben uns im zweiten Durchgang überrannt."

Auch sein Coach Manuel Pellegrini ärgert sich über den Kontrollverlust nach der Pause, zeigt sich "enttäuscht, dass wir sie im ersten Durchgang so hergespielt haben, aber es danach schleifen ließen". Gerade die Verletzung des Torschützen Abde, der bereits in der 53. Minute ausgewechselt werden musste, hätte einen Bruch im Spiel verursacht, sagte der Chilene auf der anschließenden Pressekonferenz. Dennoch will man bei Betis nicht alles schwarz sehen, sondern sich auch stolz über die Leistung in dieser Spielzeit zeigen, die besonders von den eigenen Fans honoriert wird. Der ehemalige Dortmunder Marc Bartra liebt "diesen Klub dafür, wie uns die Fans immer unterstützen".

Finale ging zuletzt immer an das spanische Team

Betis ist das erste spanische Team seit 2001, welches ein europäisches Finale gegen eine nicht spanische Mannschaft nicht für sich entscheiden konnte. Damals schlug der FC Bayern den FC Valencia im CL-Endspiel mit 5:4 im Elfmeterschießen. Dennoch will Bartra mit dieser Niederlage nicht die gesamte Spielzeit schlechtreden, die die Beticos auf Rang 6 in der spanischen La Liga abschlossen und sich somit für die Europa League qualifizierten: "Es wirkt vielleicht so, als ob die Saison jetzt wertlos war, aber wir können sie irgendwann wertschätzen, wenn etwas Zeit vergangen ist."

Die Tränen, denen einige Spieler wie Antony und Aitor Ruibal nach dem Abpfiff freien Lauf ließen, gilt es nun wieder wegzuwischen. Deshalb folgte die Kampfansage des letztgenannten auch direkt auf dem Fuß: "Wir hatten eine harte Saison, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir da durchgehen werden und es erneut schaffen."