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Bühl: "Wir sind hier, um noch drei Spiele zu gewinnen"

kicker

Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers

Wenn in diesen Tagen und besonders nach der 1:4-Niederlage am vergangenen Samstag gegen Schweden im letzten Gruppenspiel die Inkonstanz im deutschen Team thematisiert wird, steht sie immer außerhalb der Diskussion: Klara Bühl.

Die Flügelspielerin vom FC Bayern ist die einzige Spielerin, die in den drei Vorrunden-Partien gegen Polen (2:0), Dänemark (2:1) und gegen Schweden konstante Leistungen abgeliefert hat. Zeitarbeit ist Bühl artfremd. Für sie gilt immer: Volle Power - auch mit dem Risiko, dass nicht alles gelingen kann und jede Flanke die richtige Adressatin findet. Bühl ackert. Ohne Pause.

Die 24-Jährige, die im März ihren Vertrag in München bis 2027 verlängert hat, arbeitet auch defensiv mit. Gegen Schweden fungierte sie nach der Roten Karte gegen Carlotta Wamser zeitweilig sogar als Linksverteidigerin. "Es geht nun mal nicht immer nach vorne", sagt Bühl vor dem Viertelfinale am Samstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) in Zürich gegen Frankreich. "Wichtig ist auch, dass ich meine defensive Disziplin durchziehe."

Der Matchplan steht schon

Die deutsche Mannschaft muss Mittel finden, um die französischen Stürmerinnen Delphine Cascarino, Marie-Antoinette Katoto und Sandy Baltimore in den Griff zu bekommen. Gegen Schweden bot die deutsche Mannschaft dem Gegner viel zu viele Räume. "Frankreich ist ein Top-Team. Wir müssen von Anfang an da sein, wollen ihnen auf den Füßen stehen und sie ärgern", kündigt Bühl an. "Ich kann es kaum erwarten."

Ausschlaggebend werde am Samstag auch der unbedingte Wille sein, prophezeit die Münchnerin. Heißt: Möglichst viele Zweikämpfe gewinnen "und sie nicht in den Flow kommen lassen". Das Ziel der deutschen Mannschaft ist nicht nur der Einzug ins Viertelfinale, sondern auch über 90 Minuten konzentriert und konstant "zu performen", wie es im Fußballdeutsch heißt.

Der Matchplan ist auch schon zwei Tage vor dem Viertelfinale festgelegt, verrät Bühl - ohne auf Details einzugehen. Fest steht aber: "Wir brauchen viel Mut nach vorne", denn: "Wir sind hier, um noch drei Spiele zu gewinnen", kündigt die Nationalspielerin mit Überzeugung an. "Es hat sich bei uns ein Glaube entwickelt." Der Glaube daran, den Titel gewinnen zu können. Trotz des Rückschlags gegen Schweden.