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Champions oder Europa League: Darf es sich Chelsea aussuchen?

kicker

Kuriosum in den UEFA-Regularien

Feucht, fröhlich und laut ging es am Sonntag in der Gästekabine des City Ground von Nottingham zu. Der FC Chelsea feierte die Qualifikation für die Champions League nach dem 1:0-Auswärtssieg beim direkten Rivalen wie einen Titel - der am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) im Finale der Conference League gegen Real Betis zusätzlich folgen könnte. Das hätte kuriose Konsequenzen.

Grundsätzlich qualifiziert sich der Gewinner der Conference League für die Ligaphase der Europa League. Weil die Blues aber nun ihr Ticket für die Königsklasse in der Tasche haben, brauchen sie jenes für die Europa League nicht, dürften es aber trotzdem abholen, wenn sie wollen.

Als Conference-League-Sieger hätte Chelsea die Wahl

In den UEFA-Regularien heißt es nämlich: "Qualifiziert sich der Titelhalter der UEFA Conference League über seine nationale Meisterschaft für die UEFA Champions League, darf er zwischen einem Eintritt in die UEFA Champions League oder in die Ligaphase der UEFA Europa League wählen."

Warum ein Klub freiwillig auf die weitaus lukrativere Champions-League-Teilnahme verzichten sollte, lassen die Wettbewerbshüter offen. Die Chelsea-Verantwortlichen würden bei einem Sieg gegen Betis jedenfalls nicht lange überlegen.

Auch ein Betis-Triumph hätte Folgen für andere Klubs

Doch was passiert dann mit dem Europa-League-Platz, der eigentlich für den Conference-League-Gewinner vorgesehen ist? Dieser wird "durch den Verein mit dem höchsten individuellen Klubkoeffizienten aller für den Hauptweg oder die Play-offs des Wettbewerbs qualifizierten Vereine besetzt, vorausgesetzt, dass dieser Verein entweder der nationale Pokalsieger oder der in der nationalen Meisterschaft am besten klassierte Verein derjenigen Vereine seines Verbands ist, die sich noch nicht auf direktem Weg für die Ligaphase des Wettbewerbs qualifiziert haben", schreibt die UEFA.

Kürzer gesagt: Ein Team darf die Europa-League-Qualifikation überspringen und direkt in der Ligaphase starten. Das dürfte angesichts der Koeffizienten-Ranglisten in der kommenden Saison entweder Dinamo Zagreb als kroatischer oder Schachtar Donezk als ukrainischer Pokalsieger sein.

Übrigens profitiert unabhängig vom Resultat am Dienstag ein Team aus einem anderen Land: Betis hat sich über La Liga bereits einen Europa-League-Platz gesichert und wäre demnach ebenfalls nicht auf das Ticket angewiesen, das für den Conference-League-Gewinner vorgesehen ist.