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Co-Trainerin Meinert: "Es ist ein Rätsel"

kicker

Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers

Eineinhalb Tage hatten die deutschen Nationalspielerinnen frei, um nach der 1:4-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Schweden am vergangenen Samstag in Zürich die Köpfe freizubekommen. "Im Hotel war kaum jemand", erzählt Vize-Kapitänin Sjoeke Nüsken, die selbst mit der angereisten Familie in Zürich unterwegs war. Die freie Zeit der Nationalspielerinnen endete mit der Trainingseinheit am Dienstagvormittag. Nach kurzem Aufwärmen rief Bundestrainer Christian Wück seine Mannschaft zusammen und hielt eine energische Ansprache. "Er hat uns allen klargemacht, dass wir es selbst in der Hand haben und die Verantwortung nur bei uns liegt", berichtet Nüsken vor dem EM-Viertelfinale am Samstag in Zürich gegen Frankreich (21 Uhr).

Klar ist: Die deutsche Mannschaft geht nach der Niederlage gegen Schweden sowie der überzeugenden Vorrunde der Französinnen mit den drei Siegen gegen England (2:1), Wales (4:1) und die Niederlande (5:2) als Außenseiter ins Viertelfinale. Auch die ersten beiden Gruppenspiele gegen Polen (2:0) und Dänemark (2:1) seien schwerer als erwartet gewesen. "Niemand ist glücklich über die Niederlage gegen Schweden. Wir müssen gegen Frankreich kompakt agieren. Sie sollen keine Räume bekommen", fordert DFB-Co-Trainerin Maren Meinert.

Am Samstag wird das DFB-Team voraussichtlich noch mehr gefordert als bisher von den schnellen Französinnen. Das Viertelfinale ist ein Spiel "ohne doppelten Boden", so Meinert. "Wir freuen uns sehr darauf! Dafür spielen wir Fußball", betont Nüsken.

Wichtig wird aber sein, dass die DFB-Elf endlich eine konstante Leistung über 90 Minuten auf den Platz bringt. Das ist in der Schweiz bisher nicht gelungen - und davor zu selten. Einen Erklärungsansatz hat bislang noch niemand gefunden. "Es ist ein Rätsel", gibt Meinert zu.

Wer besetzt die rechte Abwehrseite?

Leichter wird die Viertelfinal-Aufgabe auch nicht durch die Sperre von Carlotta Wamser, die gegen Schweden nach einem absichtlichen Handspiel im eigenen Strafraum die Rote Karte kassiert hatte. Die 21-Jährige von Bayer Leverkusen dürfte erst im Halbfinale wieder eingesetzt werden. Nach der Verletzung von Kapitänin Giulia Gwinn ist Wamser die zweite Rechtsverteidigerin, die ausfällt.

Eine Option auf der rechten Abwehrseite könnte die Neu-Wolfsburgerin Sophia Kleinherne sein. Möglicherweise wird das Trainerteam auch zu der Erkenntnis kommen, dass Innenverteidigerin Kathy Hendrich gegen die flinken Französinnen in der Abwehrzentrale die bessere Wahl sein könnte als Rebecca Knaak, die gegen Schweden selten auf der Höhe des Geschehens war und in der Halbzeitpause ausgewechselt wurde. Hendrich agierte in den zweiten 45 Minuten deutlich souveräner als Knaak - wenn auch nicht fehlerfrei. "Wir müssen anfangen zu basteln", sagt Meinert. Noch sei keine Entscheidung gefallen. Anpassungen seien aber nötig. Meinert: "Wir überlegen in alle Richtungen."