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Corboz moniert fehlende Präsenz - Kniat: "Nicht am Limit"

kicker

Den dritten Heimsieg hatte Bielefeld gegen die Kleeblättler im Visier. Dass im Falle eines Gelingens die zumindest vorübergehende Tabellenführung dabei herausgesprungen wäre, war für Mitch Kniat im Vorfeld der Partie überhaupt kein Thema. Vielmehr hatte er bei dem in der "Offensive extrem guten Gegner" vor allem vor Noel Futkeus Tempo und Branimir Hrgotas Cleverness gewarnt. Doch letztlich führte ein an allen Toren beteiligtes Fürther "Trio infernale" die Gäste zum Sieg - dazu gesellte sich nämlich der auf der Pressekonferenz am Donnerstag namentlich nicht erwähnte Felix Klaus: Der sich in Glanzform befindliche Torschütze zum 3:1-Endstand avancierte auf der Alm zum Matchwinner.

Eine "zu tiefe, schlechte Positionierung", wie der DSC-Coach kritisierte, führte bei einem Konter auf Vorlage von Klaus durch das fünfte Saisontor von eben jenem Futkeu zum verdienten 0:1 (25.). Stefano Russo benannte hinterher die Problemfelder seines Teams: "Wir waren heute immer etwas zu spät, haben uns nicht komplett an unseren Matchplan gehalten und die Duelle nicht gewonnen."

Grodowski verpasst die Führung

Kniat empfand die Niederlage dennoch als "extrem bitter", er trauerte nach dem schnellen Ausgleich nach der Pause durch Marius Wörl (50.) gegen nach wie vor gefährliche Franken wohl Joel Grodowskis Großchance (75.) hinterher. Statt der möglichen Führung setzte es wenig später (Marco John, 80.) erneut den Rückstand. Das "vermeidbare Gegentor" führte Corboz auf eines der Defizite des Abends zurück: "Wir waren in beiden Boxen nicht präsent genug", so der Kapitän.

Zwar hatte der DSC 68 Prozent Ballbesitz, Fürth aber die Qualität, aus "wenigen Chancen Tore zu machen" (Corboz). Wie beim 3:1, als Vorbereiter Hrgota und der überragende Vollender Klaus (nun fünf Tore, drei Assists) in der Nachspielzeit die Entscheidung besorgten (90.+4).

„Wenn wir nicht an unser Limit kommen, wird es in dieser Liga schwer zu punkten.“ (Mitch Kniat)

Kniat lobte den Willen seiner Schützlinge ("Wir haben nie aufgegeben"), wusste aber auch, dass "wir insgesamt nicht bei einhundert Prozent waren. Wenn wir nicht an unser Limit kommen, wird es in dieser Liga schwer zu punkten." Den verdienten Sieg der SpVgg erkannte der 39-Jährige an: "Es gibt ganz viele Mannschaften, die das ausnutzen, die Qualität haben, die gut eingestellt sind - und das war heute der Fall.“