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"Darauf keinen Einfluss": DFB bedauert hohe Ticketpreise bei der WM

kicker

Jüngst hat die FIFA die nächste Verkaufsphase zum Erwerb von WM-Tickets eingeläutet, Fans können sich nun explizit auf die Spiele der eigenen Mannschaft bewerben. Die Preise, die der Weltverband dafür aber aufruft, sorgten bei Fanszenen für einen Schock. So zeigte sich die Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE) angesichts der "horrenden Ticketpreise entsetzt" und forderte die FIFA auf, den Verkauf über die beteiligten Nationalverbände "unverzüglich einzustellen". Besonders sauer aufgestoßen ist, dass die von der FIFA beworbene Kategorie 4, die ab 60 US-Dollar (rund 51 Euro) losgeht, nicht enthalten ist.

Die günstigsten Eintrittskarten im Fanblock der deutschen Nationalmannschaft für die drei Gruppenspiele im Sommer kommenden Jahres sind für das erste Gruppenspiel gegen Curacao am 14. Juni in Houston ab 155 Euro erhältlich. Für ein Ticket gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto müssen mindestens 190 Euro berappt werden. Das letzte Gruppenspiel am 25. Juni gegen Ecuador in East Rutherford können die Anhänger der DFB-Auswahl im günstigsten Fall ab 230 Euro live im Stadion verfolgen. Die Höchstpreise für die Vorrundenpartien liegen bei 430 Euro (erstes Spiel), 515 Euro (zweites Spiel) und 600 Euro (drittes Spiel).

Der DFB bedauert die hohen Ticketpreise. "Die WM ist von Deutschland aus gesehen weit weg und ein Besuch ist ohnehin mit größerem Aufwand und hohen Reisekosten verbunden. Auch deshalb hätten wir uns für unsere Fans insgesamt günstigere Tickets gewünscht", sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig der Deutschen Presse-Agentur. "Die Eintrittspreise legt allein die FIFA fest, darauf hat der DFB keinen Einfluss. Wir sind wenige Stunden vor Bewerbungsstart lediglich über die Preise informiert worden", so Rettig weiter.

DFB verspricht Unterstützung vor Ort

Deutschland steht für den Fanblock wie allen anderen Teams acht Prozent der Tickets pro Spiel zur Verfügung. Gegen Curacao sind das 4307 Eintrittskarten, gegen die Elfenbeinküste 2452 und gegen Ecuador 4826. Der DFB hofft trotz der hohen Kosten auf eine komplette Ausschöpfung der Kontingente und kündigte Unterstützung für WM-Touristen aus Deutschland an.

"Was wir zum Teil beeinflussen können, sind die Rahmenbedingungen für Fans vor Ort. Hier versuchen wir unter anderem mit der Fanbotschaft in den Spielorten, Fanbetreuern in den Spielorten und Stadien sowie einem Rahmenprogramm für Fans den bestmöglichen Service zu bieten und bei Fragen und Problemen vor Ort schnell unterstützen zu können", versprach Rettig.