Fehlercode: %{errorCode}

"Definitiv Kommunikationsprobleme": Flick von Gil Manzano genervt

kicker

Es muss schon einiges zusammenkommen, dass der FC Barcelona in seiner aktuellen Form ein Spiel verliert. Am Sonntagabend war genau das der Fall: Die Katalanen vergaben in San Sebastian reihenweise Chancen (ein Treffer bei 25 Torschüssen), hatten das Glück nicht auf ihrer Seite (fünf Aluminiumtreffer) und bekamen es dazu auch noch mit einem effizienten Gegner (zwei Treffer aus sieben Torschüssen) sowie einem überragenden Torwart zu tun - San Sebastians Keeper Alex Remiro wuchs förmlich über sich hinaus.

Eine unglückliche Niederlage nach elf Siegen in Folge, das sah auch Hansi Flick so. "Ich bin enttäuscht, wir hatten viele klare Torchancen und das Ergebnis spiegelt nicht wider, was wir gesehen haben“, sagte der 60-Jährige. Die Spielweise habe ihm zwar gefallen, aber "wir müssen besser verteidigen. Wir hatten auch Pech im Angriff."

Gil Manzanos Verhalten im Fokus

Missfallen hat Barcelona, das nur noch einen Zähler Vorsprung auf Real Madrid hat, hingegen das Verhalten des Referees. Jesus Gil Manzano leistete sich zwar keine wesentliche Fehlentscheidung, war bei den Katalanen aber dennoch ein großes Thema nach Schlusspfiff. Kapitän Frenkie de Jong erklärte, man könne mit dem Unparteiischen "nicht mal reden, das verstehe ich nicht. Er schaut mich an, als wäre er etwas Besseres als ich. Das war sehr frustrierend." Vorausgegangen war eine haarscharfe Abseitsposition von Lamine Yamal, weswegen der Treffer des 18-Jährigen in der 27. Minute zu Recht zurückgenommen wurde.

De Jong wies Gil Manzano in der Nachspielzeit auch auf das übertriebene Zeitspiel der Basken hin, nach den veranschlagten neun Minuten habe der Referee dennoch nur zehn Sekunden oben drauf gelegt. "Das ist verrückt", beschwerte sich der Niederländer.

Flick sprang seinem Schützling zur Seite. "Frenkie hat Recht, er ist ruhig. Er ist der Kapitän. Er ist auf dem Spielfeld, will mit ihm sprechen und kann es nicht", sagte der Barcelona-Coach. Er wolle auf den Unparteiischen "keine Energie verschwenden", tat es dann aber doch ein wenig. "Vor dem Spiel habe ich schon Kommentare über den Schiedsrichter gelesen", so Flick weiter. "Manchmal möchte ich auch mit dem vierten Schiedsrichter sprechen und kann es nicht, das muss man akzeptieren. Ich weiß nicht, ob es in Spanien Kommunikationsprobleme mit den Schiedsrichtern gibt, aber mit Gil Manzano gibt es definitiv Kommunikationsprobleme."

Matarazzo spricht lieber über seinen Keeper

Auch Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo wurde zu Gil Manzano befragt. "Um ehrlich zu sein, möchte ich mich nicht zum Schiedsrichter äußern", sagte der ehemalige VfB-Coach. "Ich habe nicht aus der Nähe gesehen, was passiert ist, daher weiß man manchmal nicht, ob es Abseits war oder nicht, ob das Bein hoch war oder nicht. Ich habe die Aktionen nicht gut genug gesehen, um ein gültiges Urteil abzugeben."

Deutlich redefreudiger war Matarazzo in Bezug auf den Matchwinner. "Ich sehe, wie Remiro jeden Tag trainiert. Er ist ein großartiger Torwart, ich wusste, dass er heute diese Leistung bringen kann." Sein Team habe vielleicht Glück gehabt, "obwohl es kein Glück ist, einen großartigen Torwart zu haben".