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Depay stellt van Persies Bestmarke ein: Nur "ein Zwischenstand"

kicker

Niederländische Rekordtorschützen

Schon vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Malta hatte Memphis Depay die Schlagzeilen in den Niederlanden dominierte. Es ging um den Torrekord der Elftal: Der 31-Jährige lag vor der Partie gegen den 169. der Weltrangliste zwei Treffer hinter Rekordtorschütze Robin van Persie, der 50-mal für Oranje traf.

Die Bestmarke wie einst van Persie in seinem 102. Länderspiel aufzustellen, schien ihn anzuspornen: Schon nach rund einer Viertelstunde schnürte Depay seinen Doppelpack und stellte den Rekord ein. "Ich habe Memphis immer für einen großartigen Spieler gehalten", so Bondscoach Ronald Koeman, der im Anschluss ausführte: "Ich denke, er hat ein großes Kompliment verdient, weil er es jetzt mit van Persie aufnehmen kann. Fünfzig Tore in 102 Länderspielen, das ist fast in jedem zweiten Spiel ein Treffer."

Dass der Angreifer trotz sechs weiteren niederländischen Toren gegen Malta sich nicht zum alleinigen Rekordtorschützen krönte, störte ihn nicht groß. Denn ihm ist bewusst, dass er dafür noch einige Chancen bekommen dürfte. Dementsprechend bezeichnete er es auch nur als "einen Zwischenstand". "Natürlich will ich auch die 51, 52 und auch 53 erreichen. Wenn ich heute länger gespielt hätte, hätte ich vielleicht heute Abend einen mehr gemacht", erläuterte Depay.

„Es ist auch schön, dass er den dritten Treffer nicht gemacht hat: Dann bleibt er genauso eifrig.“ (Ronald Koeman)

Koeman, der seinen Schützling nach etwas mehr als 70 Minuten vom Feld nahm, freute sich derweil ein wenig über den ausgebliebenen Dreierpack. "Es ist auch schön, dass er den dritten Treffer nicht gemacht hat: Dann bleibt er genauso eifrig", erklärte der 62-Jährige.

Depay selbst schwelgte an dem historischen Tag in Groningen auch in Erinnerungen. "Man muss abliefern, was nicht immer klappt. Es gab schon einige Turbulenzen. Diese Zeiten haben mich geprägt und mir klargemacht, was ich will", so der Angreifer. Geprägt haben ihn auch seine Mitspieler. So besuchte ihn unter anderem mit Arjen Robben ein ehemaliger Mitspieler nach dem Abpfiff in der Kabine in Groningen. Bei ihm dürfte er sich auch bedankt haben. "Ich konnte von diesen Jungs, Robben, van Persie und Dirk Kuijt, viel lernen. Sie haben mein Niveau angehoben und mir die Mentalität gegeben, bei der niederländischen Nationalmannschaft zu bleiben", verriet Depay.

Bei seinem Debüttor für Oranje standen die beiden Erstgenannten sogar mit auf dem Platz: Am 2. Gruppenspieltag bei der WM 2014 traf Depay gegen Australien zum entscheidenden 3:2. Es war natürlich "ein besonderes", aber nicht das schönste Tor. Stattdessen zählt er seinen Panenka-Elfmeter gegen Frankreich beim 2:0 in der Nations League 2018 zu seinen sehenswertesten Treffern.