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Der Faden ist gerissen: Steinbach Haiger leidet unter großen Personalproblemen

kicker

Trotz des fünften Spiels in Folge ohne Sieg wollten Trainer Hüsni Tahiri und auch Geschäftsführer Sport Giuseppe Lepore eher das Positive herausheben. Nach zuletzt drei Unentschieden gegen Mainz II, Homburg und Großaspach sowie einer Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers mussten die Verantwortlichen des TSV Steinbach Haiger am zurückliegenden Freitag auch im Auswärtsspiel bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz eine magere Punktausbeute hinnehmen (1:1).

"Wenn du heute 2:0 gewinnst, was auch durchaus möglich gewesen wäre, brauchen wir darüber nicht zu reden. Die Jungs haben heute ihre Leistung abgerufen, sich am Ende aber leider dafür nicht belohnt", zeigte sich der Coach der Mittelhessen schon fast stolz über die Leistung seiner Jungs in Osthessen. Wenig später fügte er an: "Der Kader ist groß und ich vertraue den Jungs."

Galle fehlt kurzfristig

Mit dieser Aussage stellte der TSV-Trainer zugleich eines klar: Ausreden darf es keine geben. Und dennoch fällt eines auf: In Fulda fehlte den Steinbachern wegen Krankheiten und Verletzungen fast eine ganze Startelf. Nachdem der Übungsleiter schon im Vorgespräch auf das Auswärtsspiel über einen ausgedünnten Kader gesprochen hatte, musste er kurzfristig mit dem erkrankten Nick Galle auch noch auf den Interimskapitän verzichten. Stammspielführer Marco Müller fällt ohnehin seit gut einem Jahr mit einem Fersensporn aus.

Ob Pech oder andere Gründe für das Fehlen der zahlreichen Leistungsträger ursächlich sind, wollte, vielleicht aber auch konnte, Tahiri nicht beantworten. Dass die Ausfälle mit ein Grund für die Sieglos-Serie sind, dürfte bei genauer Betrachtung aber auch klar sein. Im Vergleich zum Saisonstart, als sich die Steinbacher nach vier Siegen eindrucksvoll mit dem SGV Freiberg an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest behaupteten, mussten die TSV-Verantwortlichen in den zurückliegenden Wochen immer wieder in Sachen Startformation kreativ werden.

Besonders angespannt stellt sich die Situation im Sturmzentrum dar. Nachdem sich Jakob Pfahl zu Beginn der Spielzeit mit starken Leistungen in den Fokus gespielt hatte, und zuletzt auch Königstransfer Maximilian Pronichev immer besser in Fahrt kam und spätestens mit dem ersten Treffer gegen Großaspach den Knoten platzen ließ, ist mittlerweile nur noch Ertan Hajdaraj übrig geblieben.

Dass auch der 22-Jährige weiß, wo das Tor steht, bleibt außer Frage, doch Hajdaraj hatte in seinen Einsätzen immer wieder Probleme, Bindung zum Spiel aufzubauen. So auch gegen Fulda, als er zwar den Elfmeter zum Führungstreffer herausholte, daneben aber keinen gefährlichen Abschluss auf den Kasten produzierte.

Lepore kitzelt Freiberg

Mit Blick auf das kommende Heimspiel am Dienstag (19 Uhr) gegen Bayern Alzenau kann der TSV-Übungsleiter nun auf die Rückkehr einiger Leistungsträger hoffen. Spätestens gegen den Aufsteiger soll es dann auch wieder mit einem Sieg klappen. Zunächst, um sich im Rennen um Platz 2 wieder mehr in Stellung zu bringen. Später dann auch mit Blick auf die Übermannschaft Freiberg, die laut Geschäftsführer Lepore auch erst mal das an den Tag gelegte Tempo halten müsse.