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Die Gespräche beginnen: Jetzt geht es um Arnolds Zukunft

kicker

Es ist durchaus ein eigenartiges Gefühl für ihn, daraus macht Maximilian Arnold kein Geheimnis. Der Kapitän des VfL Wolfsburg ist in sein letztes Vertragsjahr gestartet, eine Verlängerung seines Kontrakts hat es aus verschiedenen Gründen bislang nicht gegeben.

Diesen Ansporn hat der 31-Jährige gewiss nicht benötigt, und doch liefert er aktuell eine gute Bewerbung ab für eine Zukunft in seinem Verein, zu dem er 2009 als B-Jugendlicher von Dynamo Dresden gekommen ist. Der kicker weiß: Jetzt beginnen die Gespräche über Arnolds Zukunft in Wolfsburg.

Arnold geht von einer Zukunft in Wolfsburg aus

Die Kernthemen in den Verhandlungen, die Arnolds langjähriger Berater Karl Herzog mit den VfL-Bossen Peter Christiansen und Sebastian Schindzielorz führt, liegen auf der Hand. Erstens: Besteht überhaupt von beiden Seiten die Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit? Der Spieler selbst hat kommuniziert, dass er von seiner Zukunft in Wolfsburg ausgeht, beim VfL hält man sich noch bedeckt.

Zweitens: Die Vertragslaufzeit ist bei einem 31-Jährigen ein durchaus großes Thema, es könnte Arnolds letztes Arbeitspapier als Profi sein. Geredet wird auch, und das war schon vor vier Jahren bei der letzten Vertragsverlängerung Arnolds der Fall - auch über eine Anschlussvereinbarung nach dem Karriereende.

Arnold müsste wohl Abstriche beim Gehalt machen

Und drittens: Das Gehalt wird kaum unangetastet bleiben. Letztmals verlängerte Arnold im Februar 2021, kurz bevor der VfL in die Champions League eingezogen ist. Abstriche müsste Arnold, der VfL-Spitzenverdiener, sicher machen.

Die Tatsache, dass es bis in den Oktober hinein dauert, ehe die Gespräche beginnen, hat den Rekordspieler irritiert. "Ich hätte es mir anders gewünscht, aber es ist jetzt, wie es ist", sagte Arnold im August. Aufsichtsrat Sebastian Rudolph betonte im kicker-Interview: "In der Transferperiode haben wir sehr viele Weichen gestellt, die Zeit erforderten. Das ist Max bewusst. Ich gehe davon aus, dass bald auch Gespräche über seine Zukunft geführt werden. Das machen wir nicht in der Öffentlichkeit, sondern intern."

Und zwar jetzt. Arnold hat in der Zwischenzeit gute Argumente für eine Weiterbeschäftigung in Wolfsburg geliefert und ist vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in Augsburg dem eigenen Anspruch gefolgt. "Ich versuche, die Situation anzunehmen und so gut es geht auszublenden", hatte er betont. "Wenn ich mich voll und ganz auf den Fußball konzentriere, dann haben wir alle am meisten davon."

So durchwachsen der Saisonstart für den VfL mit fünf Punkten aus fünf Spielen war, so positiv lief er für den Kapitän. Mit drei Scorerpunkten (ein Tor, zwei Assists) und einem kicker-Notenschnitt von 2,90 ist er in sein letztes Vertragsjahr gestartet.

Simonis wollte Arnold erst einmal kennenlernen

Obwohl mit Vinicius Souza Konkurrenz kam, hat er seinen Platz unter Paul Simonis behauptet. Auch der neue Trainer, der Arnold erst einmal kennenlernen wollte, war ein Grund für die verzögerten Zukunftsgespräche. Simonis, unter dem der vom Coach im Kapitänsamt bestätigte Arnold bislang jede Minute absolviert hat, signalisiert: Noch geht es beim VfL Wolfsburg nicht ohne den Anführer.