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Die Schlüsselfigur: Warum Podolski für Zabrze noch wichtiger werden könnte

kicker

Auf ein Neues, Alter! Lukas Podolski steht vor seiner fünften Saison in Polens Liga mit Gornik Zabrze. Der deutsche Weltmeister von 2014 hat im Mai entschieden, seinen Vertrag noch mal um ein Jahr zu verlängern. Zu viel Spaß mache ihm das Fußballspielen noch. Dabei feierte er vor gut einem Monat seinen 40. Geburtstag. In seinen bisherigen 109 Ligapartien für Gornik erzielte Podolski 23 Tore und bereitete 21 weitere vor. Der Altstar geht immer noch in jeder Begegnung voll zur Sache, selbst in Testspielen in der Vorbereitung auf die Saison - dabei drücken die Schiedsrichter bei ihm auch manchmal ein Auge zu.

Doch Podolskis Wert für Gornik geht längst weit über den sportlichen Aspekt hinaus, was auch Jan Urban bestätigt. Der wird an diesem Donnerstag als neuer Nationaltrainer Polens vorgestellt und war in der vergangenen Saison bis zu seiner Entlassung sechs Spieltage vor Schluss Zabrzes Coach. "Er ist ein Segen für die Teamkollegen, die zu ihm aufschauen und von ihm lernen können, und ein Segen für den Klub. Gornik hat von Lukas profitiert, sowohl in Sachen Prestige als auch in Sachen Marketing", so Urban.

Neuer Kader, neuer Trainer - bald neuer Besitzer?

Und jetzt deutet sich an, dass Podolski nicht nur eine Schlüsselrolle als Spieler auf dem Platz, sondern bald auch als Eigner im gesamten Verein einnehmen könnte. Seit Jahren gibt es Gerüchte, dass die Stadt Zabrze den Klub verkaufen möchte. In den letzten Monaten ist nun deutlich Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Von anfangs zwei interessierten Unternehmen ist die LP-Holding GmbH im Rennen geblieben, an der Podolski beteiligt ist. Der Deal soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. In einem Interview in dieser Woche zeigte er sich etwas verärgert darüber, dass der Kauf nicht vor dem Saisonbeginn perfekt war: "Wir wissen alle, wie lange die Gespräche mit der Stadt, der E-Mail-Austausch und die Treffen mit den Anwälten gedauert haben. Es ist schwer zu sagen, ob es in die richtige Richtung geht. Beide Parteien müssen dazu bereit sein. Wir werden sehen, was passiert."

Abzuwarten bleibt auch, wie sich Gornik in der neuen Saison, die am Wochenende startet, schlagen wird. Der Kader wurde einmal mehr runderneuert, und mit Michal Gasparik kam auch ein neuer Trainer. Der 43-jährige Slowake arbeitet erstmals in Polen, kennt die sehr ausgeglichene Liga noch nicht. Es dürfte unter diesen Umständen schwierig für Gornik werden, deutlich besser als in der vergangenen Spielzeit (Platz 9) abzuschneiden. Als Titelfavoriten gelten Meister Lech Posen, Rakow Czestochowa und Legia Warschau. Außenseiterchancen haben Jagiellonia Bialystok und Pogon Stettin.