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Die Schweiz im Freudentaumel: "Wir schreiben gerade Geschichte"

kicker

Kurz vor Schluss sah es nicht gut aus für die Schweizer Frauen im letzten Gruppenspiel gegen Finnland. Ein Nackenschlag in der 79. Minute durch Natalia Kuikka ließ die Gastgeberinnen zwischenzeitlich auf Tabellenrang drei abrutschen - und brachte die Mannschaft von Trainerin Pia Sundhage dem Ausscheiden nahe.

Letztlich kam es dazu nicht, denn ein Lucky Punch von Riola Xhemaili in der Nachspielzeit (90.+2) ließ nicht nur das Genfer Stadion beben, sondern bescherte den Schweizerinnen gleichzeitig das Weiterkommen ins Viertelfinale, zum ersten Mal erreichten die Eidgenossinnen die K.-o.-Runde bei einer Europameisterschaft.

Sundhage: "Ich werde heute Abend tanzen"

Entsprechend ausgelassen zeigte sich die späte Siegtorschützin nach der Partie: "Ich kann noch gar nicht richtig realisieren, wie es genau passiert ist. Der Puls war sicher bei 200", beschrieb Xhemaili den Moment, als sie das Leder über die Linie drückte - für die 22-Jährige ein "Träumli".

Auch die bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehende Geraldine Reuteler hatte an diesem Traum einen großen Anteil. Nicht nur lieferte sie den goldenen Assist, sondern leistete auch in den ersten beiden Gruppenspielen einen großen Beitrag zum Weiterkommen der Schweizerinnen -  in allen drei Partien wurde sie zur Spielerin des Spiels gekürt. "Ich habe in den Augen der Spielerinnen gesehen, dass wir das Tor noch schießen werden", verriet die Offensivspielerin nach Abpfiff.

Für "Nati"-Coach Sundhage, die seit Januar 2024 bei den Gastgeberinnen an der Seitenlinie tätig ist und bereits die Auswahlteams Schwedens, Brasiliens und der USA trainierte, ist das Remis gegen Finnland "das aufregendste Unentschieden", das sie in ihrer langen Karriere bisher erlebt hat. Den Abend wolle sie in Erinnerung behalten und gleichzeitig den Erfolg gebührend feiern: "Ich werde heute Abend tanzen - auf die eine oder andere Art."