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Die Unruhe ist beim FCN schon wieder zurück

kicker

Das emotionale 2:1 gegen Bochum sollte neue Kräfte freisetzen und als Brustlöser fungieren. Am Sonntag hat sich diese Hoffnung allerdings jäh zerschlagen. Das Heimspiel gegen das ebenfalls kriselnde Berlin stellte für den Club vielmehr den nächsten Rückschlag in der noch jungen Zweitliga-Saison dar. Einer, der sich nicht angedeutet hatte.

Von der Energie, die der FCN in der Vorwoche gezeigt hatte, war am Sonntag nur in wenigen Sequenzen etwas zu sehen. Der frühe Gegentreffer in der zweiten Minute wirkte nach und brachte offenbar viele Nürnberger Profis zum Nachdenken. "Wir hatten wenig Energie auf dem Platz", sprach Torhüter Jan Reichert eines von vielen Problemen offen an. Auch Sommer-Zugang und Rechtsverteidiger Tim Drexler pflichtete seinem Keeper bei und sagte, dass Hertha "mehr wollte".

Die Unruhe, die zuletzt für eine Woche in den Hintergrund gerückt war, ist durch die klare Niederlage wieder aufgekommen. "Wir hatten keinen Grund, um uns auf irgendetwas auszuruhen. Ich kann es wirklich nicht erklären", suchte Drexler nach Erklärungen für die bereits fünfte Niederlage im siebten Spiel. Die Situation ist brenzlig, mit nur vier Punkten rangieren die Franken auf Platz 16.

Klose: "Schleunigst zielstrebiger auf das Tor kommen"

"Wenn man alles sieht, haben wir eine ordentliche Leistung gebracht, aber letztendlich bleibt es ein Ergebnissport", bewertete Trainer Miroslav Klose den Sonntagnachmittag im Max-Morlock-Stadion. Von einer "ordentlichen Leistung" kann man bei einem 0:3 jedoch nicht sprechen. Zwar hatte der Club deutlich mehr Ballbesitz, wirkte in der Offensive über weite Strecken aber harmlos.

"Da muss man sagen, dass wir nicht gierig genug auf Tore waren. Da war Hertha klar besser und zielstrebiger", gab Klose zu. "Die Statistik ist nicht das, worauf wir schauen dürfen. Wir müssen schauen, dass wir schleunigst zielstrebiger auf das Tor kommen."

Es bleiben nur wenige Tage, ehe am Freitag das nächste Spiel in Düsseldorf ansteht (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Obendrauf musste Sechser Adam Markhiev wenige Minuten vor der Pause verletzt ausgewechselt werden - eine Diagnose steht noch aus. Die Stimmung rund um den Altmeister droht schon wieder zu kippen. Am Freitag wird sich zeigen, ob der überzeugende Sieg gegen Bochum nur ein Strohfeuer war. Die Hertha-Pleite ist zumindest ein erstes Indiz.