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Diego als Vorbild: Hoffmanns Weg ins DFB-Team

kicker

Stürmerin lernte in Bremen das Fußballspielen

Giovanna Hoffmann erinnert sich gerne daran: Als Kind ist sie mit ihrem Vater nach Bremen zum Training der Werder-Profis gefahren, hat dort am Zaun gestanden und mit großen Augen Diego und Miroslav Klose beim Training zugeguckt. "Die haben mir gezeigt, was Freude am Fußballspielen heißt. Und das wollte ich auch", erzählt die heute 26-Jährige, die am 20. September 1998 in Bremerhaven geboren wurde. "Wenn ich frühere im Garten gekickt habe, dann war ich immer Diego oder Miroslav Klose oder Mesut Özil", erinnerte sich Hoffmann.

"Mein Vorbild von damals war Diego, weil er mich so gepackt hat mit seiner Spielfreude und mit seiner Art zu kicken." Diegos Ansatz, Fußball zu spielen, hat trotzdem nicht so sehr viel gemein mit dem von Hoffmann, die im Gegensatz zum ehemaligen Werder-Spielmacher weiter vorne auf Torejagd geht.

Hoffmanns Durchbruch gelang in Leipzig

"Mein Kinderzimmer war immer grün-weiß", erinnert sich Hoffmann, die von 2012 bis 2017 bei Werder Bremen gespielt und während dieser Zeit ihr Abitur gemacht. 2020 zog sie weiter zum SC Freiburg. Der große Durchbruch gelang der physisch starken Mittelstürmerin dort aber nicht: In 65 Partien traf sie nur fünfmal. Bei RB Leipzig, wo Hoffmann seit der vergangenen Saison spielt, war ihre Anschluss-Quote deutlich besser: In 21 Bundesligaspielen war sie elfmal erfolgreich.

„Ich bin besonders dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen.“ (Giovanna Hoffmann)

Der Lohn: Hoffmann durfte beim Debüt von Bundestrainer Christian Wück im Oktober vergangenen Jahres beim 4:3-Erfolg im Wembley-Stadion ebenfalls ihren Einstand im DFB-Team feiern. Seitdem gehört sie zum Kader und traf in fünf Länderspielen dreimal. Zuletzt im April, beim 6:1-Sieg in Wolfsburg gegen Schottland, gelang Hoffmann sogar ein Doppelpack. "Ich bin besonders dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen", erklärt die Leipzigerin.

Die Nations-League-Partien am Freitag in Bremen und am Dienstag in Wien gegen Österreich sind die beiden letzten Möglichkeiten, sich vor der Europameisterschaft im Juli in der Schweiz noch mal zu präsentieren. Die Stürmerin hofft natürlich darauf, in ihrer alten Heimat zum Einsatz zu kommen.

Rund 30000 Tickets sind für das Spiel im Weserstadion schon verkauft. Voraussichtlich wird die Münchnerin Lea Schüller aber zunächst mal den Vorzug in der Sturmspitze bekommen. Als Backup hat Hoffmann trotzdem gute Chancen, für den 23er-EM-Kader nominiert zu werden. Christian Wück will sein endgültiges Aufgebot am 12. Juni bekanntgeben.