Aus Basel berichtet George Moissidis
Er gehörte zu den Besseren im Stuttgarter Team. Doch der große Aufwand, den Maximilian Mittelstädt auf der linken VfB-Seite betrieb, blieb ohne Ertrag. Mit 0:2 unterlag der deutsche Pokalsieger am 2. Spieltag der diesjährigen Europa-League-Ligaphase beim FC Basel. Für den 28-Jährigen sollte dies der zweite Nackenschlag an einem schlechten Tag werden.
„Klar bin ich enttäuscht. Ich war die letzten eineinhalb Jahre immer dabei.“ (Maximilian Mittelstädt)
Vor der Partie wurde der gebürtige Berliner von Julian Nagelsmann darüber informiert, dass für ihn in den kommenden beiden Länderspielen kein Platz im Kader der DFB-Auswahl sein würde. "Klar war ich enttäuscht", erklärt Mittelstädt, der zum Inhalt des persönlichen Gesprächs mit dem Bundestrainer schweigt. "Ich war die letzten eineinhalb Jahre eigentlich immer dabei." Die Enttäuschung wolle er in Energie umsetzen. "Das nehme ich jetzt hin und sehe es als Anspruch weiterzumachen, Gas zu geben und erfolgreich zu sein mit dem VfB. Das ist jetzt das Allerwichtigste." Er wolle "in eine sehr, sehr gute Verfassung kommen und eine gute Saison spielen. Dann bin ich irgendwann hoffentlich wieder dabei".
Das Erfolgserlebnis blieb trotz vieler Chancen aus
Beim 0:2 in Basel gehörte der Linksverteidiger zu den Besseren im Team des Traditionsvereins, lieferte sich hitzige Duell mit seinen Kontrahenten auf diesem Flügel, trieb das VfB-Spiel an, schlug Flanke um Flanke in den Strafraum des Gegners. Nur das Erfolgserlebnis blieb aus. "Wir hatten etliche Chancen. Mehr kannst du dir fast gar nicht herausspielen. Aber am Ende fehlt der Abschluss, fehlen die richtigen Entscheidungen. Wir waren im letzten Drittel ab und zu zu hektisch, haben zu viel gewollt, wollten den Ball mit aller Macht ins Tor bekommen. Das hat einfach nicht geklappt."
Auch, weil die Schwaben mal wieder einen Elfmeter verschossen haben. Ermedin Demirovic suchte sich das gleiche linke untere Toreck aus, wie zuletzt noch erfolgreich beim 2:1 in Köln - und scheiterte an Basel-Keeper Marvin Hitz. "Jeder verschießt mal. Gegen Köln hat er souverän getroffen", so Mittelstädt. Der Strafstoß war auch diesmal "nicht allzu schlecht geschossen. Er wurde einfach gut gehalten".
„Von mir aus, kann Medo auch den nächsten wieder schießen.“ (Maximilian Mittelstädt)
Ob der Außenverteidiger, wie von Demirovic jüngst verraten, als möglicher Kandidat zum nächsten Elfmeter antreten werde, lässt der Berliner offen. Darauf, sich selbst ins Spiel zu bringen, verzichtet der 28-Jährige. "Von mir aus soll Medo auch den nächsten wieder schießen."