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Dragovic über Arnautovic: "Bei allem Respekt, er kann die Liga bis 45 spielen"

kicker

Am Freitag war bekannt geworden, dass Marko Arnautovic zum Roten Stern wechseln wird. Seitdem überschlagen sich die Gazetten und Internetportale mit Meldungen zum anstehenden Transfer. Die Euphorie ist groß, die Überraschung ebenso - und das nicht nur in Serbien. "Das habe ich nicht erwartet", sagte Arnautovics Landsmann Aleksandar Dragovic gegenüber Mozzart Sport und meinte, dass dieser für Roter Stern "eine phänomenale Verstärkung" sei und er "in der serbischen Liga bis 45 spielen" könne. Ob das ein Gütesiegel für die SuperLiga ist, darf ruhig bezweifelt werden.

Dragovic aber muss es wissen, spielte der Abwehrmann doch von 2021 bis 2024 drei Jahre lang selbst für Roter Stern und war dort auch Kapitän. "Ich hatte erwartet, dass er zu Rapid kommt", verriet der 34-Jährige und bedauerte, dass es nicht so kommen wird: "Es wäre klasse für die österreichische Liga gewesen und ich hätte gerne gegen ihn gespielt. Er hat sich für den Stern entschieden - und ich bin glücklich für ihn. Roter Stern kann mit ihm die Champions League angreifen."

Die Königsklasse ist auch das große Ziel des serbischen Serienmeisters (acht Titel in Serie), der am kommenden Dienstag (18 Uhr) bei den Lincoln Red Imps in Gibraltar in die Qualifikation startet. Ob Trainer Vladan Milojevic da schon auf Arnautovic wird zählen können, bleibt abzuwarten.

Dragovic: "Wir brauchen uns nicht zu belügen"

Keinen Zweifel hat Dragovic daran, dass Arnautovic in der serbischen Liga auftrumpfen wird. "Wir brauchen uns nicht zu belügen, die serbische Liga ist nicht das Gleiche wie die italienische oder englische. Bei allem Respekt, und ich möchte nicht missverstanden werden, er kann die serbische Liga bis zu seinem 45. Lebensjahr spielen."

Mit dieser Entscheidung fügt Arnautovic seiner bereits langen und erfolgreichen Karriere also ein weiteres Kapitel hinzu: Nach Twente Enschede, Werder Bremen, Stoke City, West Ham United, Shanghai Port, dem FC Bologna und zuletzt Inter Mailand wird Belgrad sein achter internationaler Klub werden. In Mailand war Arnautovic in der vergangenen Saison nur noch Ersatzspieler, kam aber dennoch auf 18 Einsätze in der Serie A (4 Tore) und sieben in der Champions League - sein einziges Tor glückte ihm dabei ausgerechnet beim 4:0 gegen Roter Stern.

Mit Rapid war nichts unterschriftsreif

Lange Zeit galt Rapid Wien als heißester Anwärter für den gebürtigen Wiener, wenngleich das medial offenbar größer aufgebauscht wurde, als es real der Fall war. So hatte unlängst Manager und Bruder Danijel gegenüber dem ORF erklärt, dass ein Vertrag mit Rapid nie unterschriftsreif war. Trotz seines bereits gehobenen Fußballer-Alters hatte Arnautovic mehrere Angebote - und Roter Stern war offenbar am überzeugendsten.

Der österreichische Rekordnationalspieler (125 Länderspiele, 41 Tore) soll fünf Millionen Euro für zwei Jahre erhalten und würde damit zum bestbezahlten Fußballer in der Geschichte der serbischen Liga aufsteigen. Rapids Angebot lag mit kolportierten drei Millionen pro Jahr brutto deutlich darunter. Anfang der Woche soll der Stürmer in Belgrad aufschlagen, um den obligatorischen Medizincheck zu bestreiten und anschließend einen Vertrag zu unterschreiben.

Weitere Altstars im Visier

Neben Arnautovic arbeitet der serbische Rekordmeister auch noch an einer Verpflichtung eines weiteren Altstars: Dusan Tadic (36), dessen Vertrag bei Fenerbahce im Sommer ausgelaufen war, soll ganz oben auf dem Wunschzettel stehen. Ebenfalls im Visier der Serben: Filip Kostic. Der 32-jährige Ex-Frankfurter spielte zuletzt wie Tadic bei Fenerbahce Istanbul, steht jedoch bei Juventus Turin unter Vertrag - bei der Alten Dame besitzt der linke Schienenspieler jedoch kaum eine sportliche Perspektive.