Seit die UEFA ihre Europapokale reformiert hat, geht es in der Vorrunde deutlich abwechslungsreicher zu. Anstatt sechs Gruppenspiele gegen drei unterschiedliche Kontrahenten zu bestreiten, bekommt es jeder der 36 Teilnehmer seit der Saison 2024/25 in der Ligaphase mit acht verschiedenen Gegnern zu tun, davon maximal zwei aus demselben Verband. Weil selbst dabei eine gewisse Eintönigkeit nicht ausgeschlossen ist, hat die UEFA vor der Saison einen neuen Regel-Paragraphen formuliert, der auch eine Partie in dieser Woche betrifft.
Schon jetzt steht fest, dass es Paarungen, die sowohl 2024/25 als auch 2025/26 bei der Auslosung der Ligaphase zustande kamen, nicht noch ein drittes Mal geben kann. "Wenn Mannschaften, die bereits in der Ligaphase der UEFA Champions League in der Saison 2024/25 gegeneinander gespielt haben, in der Ligaphase der UEFA Champions League in der Saison 2025/26 erneut gegeneinander ausgelost werden, mit derselben Heimmannschaft, können diese Mannschaften in der Saison 2026/27 nicht mehr gegeneinander ausgelost werden", heißt es wörtlich.
Drei Paarungen hat die UEFA damit für 2026/27 quasi schon verboten. Die prominenteste findet an diesem Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) wie schon vor einem Jahr in Anfield statt. Wieder empfängt der FC Liverpool Real Madrid zu einem echten Champions-League-Klassiker. In der Vorsaison hatten sich die Reds mit 2:0 durchgesetzt.
Arsenal erneut bei Inter, Benfica erneut bei Juventus
Auch die Spiele zwischen Inter Mailand und dem FC Arsenal (20. Januar 2026) sowie zwischen Juventus Turin und Benfica Lissabon (21. Januar) wird es in der nächsten Ligaphase kein drittes Mal geben. Das gilt aber explizit nur für dieselbe Konstellation. Sollte beim nächsten Mal Real Liverpool zuhause ziehen, stünde die UEFA dem nicht im Weg, einem Duell in der K.-o.-Runde natürlich erst recht nicht.
Der UEFA-Entscheid basiert auf Artikel 16 der Champions-League-Regularien, wonach die UEFA-Administration "für die Auslosung andere Bedingungen in Übereinstimmung mit den von der Kommission für Klubwettbewerbe festgelegten Grundsätzen festlegen sowie Auslosungsbedingungen anpassen" kann. Der Anlass ist der gleiche wie bei der Europapokal-Reform an sich: weniger Langweile, mehr Abwechslung.