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Drochtersen/Assel historisch erfolgreich: Defensive als Basis - Offensive als Auftrag

kicker

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Gegen 15.30 Uhr am Sonntag war es vorbei mit der zehnten Regionalliga-Spielzeit der Rot-Blauen. Schiedsrichter Björn Behrens beendete die letzte Partie der Saison - und die SV Drochtersen/Assel verabschiedete sich mit einem 3:1-Erfolg von den heimischen Fans in die wohlverdiente Sommerpause. Spieler, Trainer und auch Fans lagen sich in den Armen und feierten die historisch beste Platzierung des Dorfvereins aus Kehdingen.

Platz 3 ist es am Ende geworden - und somit das intern ausgegebene Saisonziel vom "oberen Tabellendrittel" erreicht, erklärt Sportdirektor Sören Behrmann im Gespräch mit dem kicker. Dabei hatten zu Saisonbeginn bereits leise Stimmen von einem möglichen Fehlstart gesprochen. Erst im vierten Pflichtspiel gelang der erste Dreier - und auch der Spielaufbau wirkte in den ersten Wochen noch etwas holprig.

Doch die Mannschaft fand Antworten: Ende September legte D/A eine beeindruckende Siegesserie von fünf Spielen in Folge hin, stabilisierte sich spürbar - und arbeitete sich Stück für Stück in den engen Favoritenkreis vor. Für Coach Oliver Ioannou der Wendepunkt der Saison: "Die Siege gegen Phönix Lübeck und Kickers Emden waren schon enorm wichtig für den weiteren Saisonverlauf."

Zwischen Heim-Macht und Frühlings-Blues

Bis zum 07. Dezember verlor die Spielvereinigung kein einziges Heimspiel mehr - und seit Ende September überhaupt nur eine Partie in der Fremde. D/A galt ligaweit als das formstärkste Team, vor allem aufgrund der kaum bezwingbaren Abwehrabteilung. Für Sportdirektor Behrmann sei die Defensive das "Fundament" des Fußballs in Drochtersen.

„Wir hatten schon die Idee, Druck auf Havelse auszuüben.“ (Oliver Ioannou)

Ausgerechnet der Nikolaustag markierte das Ende der unbezwingbaren Heimserie und läutete gleichzeitig die wohl schwierigste Saisonphase der Kehdinger ein: Denn nach dem 0:1 gegen den SSV Jeddeloh II folgte eine Berg- und Talfahrt. Im Frühling holten die Rot-Blauen in fünf Partien nur sieben Zähler - zu wenig für die im Winter neu ausgerichteten Ideen. "Als wir auf dem zweiten Tabellenplatz standen, hatten wir schon die Idee, Druck auf Havelse auszuüben", verrät Trainer Ioannou im Gespräch mit dem kicker.

Spätestens mit dem 0:0-Remis im direkten Duell gegen den Spitzenreiter aus Havelse schwanden die durchaus realistischen Hoffnungen auf ein spannendes Meisterschaftsrennen wieder. Zwar blieb Drochtersen weiter schwer zu bezwingen, doch gerade offensiv fehlte oft die letzte Durchschlagskraft.

Mannschaftskern soll bleiben

Am Ende bliebt also ein historisch starker dritter Platz - und die Gewissheit, dass in Drochtersen in den letzten Monaten etwas gewachsen ist. "Unser Ziel ist ganz klar, den Kern der Mannschaft zu halten", betont Behrmann. "Wir haben eine funktionierende Struktur mit vielen Spielern, die sich mit dem Verein identifizieren."

Gleichzeitig will sich die Spielvereinigung im Sommer gezielt verstärken - vor allem in der Offensive. Die Chancenverwertung sei "nicht auf dem Niveau" gewesen, das für den nächsten Schritt nötig wäre, konstatiert der Sportdirektor. Gesucht werden daher Spieler, die "Qualität und Variabilität" im letzten Drittel mitbringen.

Auch Coach Ioannou blickt fokussiert auf die anstehende Vorbereitung: "Wir wollen unsere Neuzugänge schnell integrieren und unsere Spielidee vermitteln. Der Konkurrenzkampf soll für eine noch höhere Trainingsqualität sorgen." Ziel bleibt es, der defensiven Stabilität mehr offensiven Punch zu verleihen - und sich erneut ganz oben festzubeißen.