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Duell mit unterschiedlicher Vorbelastung: Ausgeruhte Havelser fahren zu Pokalsieger Lok

kicker

Hinspiel am Mittwoch

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Die abgelaufene Saison des TSV Havelse war eine Spielzeit der Superlative. Die Garbsener dominierten die Regionalliga Nord nach Belieben und waren seit dem 2. Spieltag nicht mehr von der Tabellenspitze abgerückt. Zum Schluss liefen sie mit 14 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Emden über die Ziellinie. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: dem TSV gelangen 23 Siege in 34 Spielen. Zudem stellt Havelse mit 67 Toren die zweitbeste Offensive der Liga, sowie mit 34 Gegentoren die zweitbeste Defensive. "Die Meisterschaft ist die Kirsche auf der Torte. Danach könnten wir noch die Schleife drum machen", sagte Trainer Samir Ferchichi nach dem Titelgewinn.

Nun geht es in den beiden Relegationsspielen am 28. Mai und 1. Juni gegen den Sachsenpokalsieger und Meister der Regionalliga Nordost, den 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Fragezeichen rundum den Austragungsort des Rückspiels haben sich mittlerweile geklärt. Havelse muss nicht ins benachbarte Eilenriedestadion in Hannover umziehen, sondern darf im heimischen Wilhelm-Langrehr-Stadion bleiben. Das fasst allerdings nur 3.500 Zuschauer, Leipzig hat dabei Anrecht auf 350 Tickets. Im Falle eines Aufstiegs müsste Havelse allerdings das Stadion wechseln, da die eigene Spielstätte die Anforderungen der dritten Liga nicht erfüllt. Hannover 96-Gesellschafter Martin Kind hat bereits seine Zustimmung für einen möglichen Umzug ins Stadion der Akademie gegeben. Bei Risikospielen stünde Havelse auch die Heinz von Heiden Arena zur Verfügung.

Nach dem ersten Drittligajahr des TSV Havelse im Jahr 2021/2022, in dem die Rot-Weißen sang- und klanglos abgestiegen waren, ist nun der erneute Gang in den Profifußball zum Greifen nah. Dieser ist, spätestens bis zum Ende der Saison 25/26, auch das erklärte Ziel des Vereins. Im Falle eines Aufstieges eilt Havelse allerdings ein schlechtes Omen voraus. In den vergangenen fünf Jahren war der Meister der Regionalliga Nord immer auf direktem Wege wieder abgestiegen. Aber das ist erstmal Zukunftsmusik.

Ilic im Fokus

Zunächst gilt es die Leipziger zu schlagen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Havelses Top-Scorer Marko Ilic der mit 16 Treffern und 16 Vorlagen in 28 Spielen an knapp der Hälfte der Treffer seiner Mannschaft direkt beteiligt war. Kein Spieler in Deutschlands Regionalligen sammelte mehr Scorerpunkte. Allerdings hielt die Hintermannschaft von Lok Leipzig in dieser Saison 18-mal die Null - Ligahöchstwert. Ferchichi forderte deshalb "maximale Intensität" seiner Mannschaft.

Die Punkteausbeute beider Teams ist auf Augenhöhe: Leipzig 76, Havelse 74. Dennoch unterscheiden sich die Vorzeichen der beiden Kontrahenten in einem wesentlichen Punkt: Leipzig musste vier Tage vor dem Relegationshinspiel noch im Pokalfinale gegen Erzgebirge Aue über die vollen 120 Minuten plus Elfmeterschießen ran - mit dem besseren Ende für den Meister. Der TSV Havelse konnte hingegen länger regenerieren. Zwischen dem letzten Ligaspiel und dem ersten Aufstiegsspiel liegen zehn Tage.